Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

15. Dinkelsbühler Stadtlauf am 17.01.2016

Ein Bericht von Tom Klossek

Bilderserie:

Dinkelsbühl, Der Dinkelsbühler Stadtlauf, auch als Winterlauf bekannt, machte erneut seinem Namen alle Ehre. Es war nicht das erste Mal, dass mir während der Anfahrt das Guggloch aus der Windschutzscheibe immer kleiner wurde. Gut, dieses Jahr war es nicht der Eisregen. Es war dicker Schnellfall. So dick, dass ich nur einem Schneepflug auf der A7 folgen konnte. Die Ankunftszeit, welche das Navi anzeigte, kam immer näher. So nah, dass ich an einen pünktlichen Start nicht mehr glaubte. Ganze 8 Minuten vor Startschuss kam ich in Dinkelsbühl an der Halle des TSV an. Zum Glück liegt alles beieinander. Parkplatz, Startnummernausgabe, Umkleide, Start, ja und die Männertoilette durfte natürlich nicht fehlen.

Etwa 30 Sekunden vor Startschuss stand ich an der Startlinie.

Die Strecke ist schön, zunächst leicht bergab, was ich nicht ausnutzen konnte, im Gegenteil, man musste bremsen um nicht auszurutschen oder im Schnee laufen, da hier weniger Rutschgefahr herrschte. Ansonsten geht es an der Stadtmauer entlang mit herrlichen Ausblicken, aber man soll sich ja quälen und nicht die Aussicht genießen.  Zwei Runden waren für 10 km zu laufen. Bei der zweiten war die Strecke nicht mehr so rutschig, teilweise sonnig, teilweise leichter Schneefall. Insgesamt aber eine schöne Strecke in toller Location. Sehr zu empfehlen die heißen Duschen, der Kaffee und das Kuchenbuffet.

Ergebnisse

 

Viele tolle Bilder auch unter: http://www.behrendtlauffoto.de/Fotos_Dinkelsbuehl_17012016/index.html

Laufen am Ende der Welt - ASB Marathon Auckland

Ein Bericht von Ute Covell

Bilderserien:

Album 1 Album 2 Album 3

Seit 1994 wird dieser Marathon ausgetragen. Er hat ca. 14.000 Teilnehmer davon starten ca. 3.000 über die Marathon-Distanz, der Rest verteilt sich auf Halbmarathon, 5km, 10km oder dem Familienlauf. Der Start ist früh um 6:00 Uhr in Devonport am Nordufer des Hafenbeckens. Ab 4:30 Uhr bringen unzählige Fähren die Läufer von der Innenstadt zum Startbereich.

Bei der diesjährigen Veranstaltung trafen die Fans schon vor 5:00 Uhr im Startbereich ein, denn ab 5:00 Uhr wurde auf einer Großbildleinwand das Ereignis schlechthin übertragen, das WM Finale im Rugby.Dort standen sich die All Blacks (Neuseeland) und die Wallabies (Australien)  gegenüber.Pünklich zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde dann auch der Marathon gestartet, doch auch unterwegs konnte man das Spiel verfolgen, es waren zahlreiche Läufer mit Tablet auf dem Rücken unterwegs :-)Die All Blacks wurden zum zweiten mal in Folge Rugby Weltmeister und sind nun mit drei WM-Titeln Rekordweltmeister und dementsprechend stand danach das ganze Land Kopf.
Aber nun wieder zurück zum Marathon.....


Die Neuseeländer sind ziemlich tiefenentspannt, 40 Minuten vor dem Start ist man noch dabei den Startbereich aufzubauen und es konnte mir auch noch keiner sagen wo man die Kleiderbeutel abgibt, die im übrigen sehr klein ausfallen.Man muß sich sehr genau überlegen was man alles braucht und vorher vielleicht auch schon mal probepacken.Auf meine Frage ob es im Zielbereich Duschen gibt, hat man mich bei der Startnummernausgabe völlig verstört angeschaut.Es gibt keine Duschen, sehr schön, hätte auch nicht wirklich mit in den Kleiderbeutel gepasst.Bei der Kleiderabgabe sind die Kiwis auch sehr unkompliziert, da stehen ohne Aufsicht Kontainer mit Startnummern beschriftet und da wirft dann jeder seine Tüte rein. Im Ziel geht es genauso locker zu, da liegen die Beutel einfach sortiert auf der Wiese und jeder Teilnehmernimmt sich seinen Beutel dann wieder. Lediglich zwei , drei Helfer standen zur Hilfe zu Verfügung.

Pünklich um 6:00 Uhr fiel dann auch der Startschuß. Vom Start an der
Torpedo Bay führt die Strecke wellig nach Norden und erreicht am Ende der Halbinsel bei Takapuna (Kilometer 8) das eigentliche Festland. Von dort geht es Richtung Hafenbrücke (knackiger Anstieg) nach Süden und weiter durch den Point Erin Park in östlicher Richtung am Meer entlang in die Innenstadt. Kurz vorher biegen die Halbmarathonläufer ins Ziel im Victoria Park ab, während die Marathonläufer das Stadtzentrum passieren und über einen Damm zum Wendepunkt bei Kilometer 30 kommen.  Hier geht es durch die wohlhabenden Vororte direkt am Meer, so dass die Läufer ca 5 Kilometer lang einen traumhaften Blickauf das Hafenbecken bzw die Küste haben bis sie die St. Helier Bay (Wendepunkt) erreichen.  Das letzte Viertel führt auf gleicher Strecke mit sehr viel Gegenwind zurück zum Ziel im Victoria Park.

Fazit: Ein gut organisierter Marathon, von der Streckenführung ist es
wahrscheinlich das Flachste was Auckland zu bieten hat.
In der Startgebühr ist die Fährfahrt nicht enthalten, dafür aber ein
Funktions T-Shirt von Asics. Der Marathon und auch das Land sind die lange Anreise auf jeden Fall Wert.
Besonders gefreut habe ich mich, dass ich vor dem Start und auch an der Strecke Anke und Günter von laufreisen.de getroffen habe mit denen ich Ostern beim Two Oceans war :-)))

Hockenheimringlauf, 01.11.15

Ein Bericht von Tom Klossek

Bildergalerie

Am Sonntag gegen halb acht machte ich mich mit meiner Tochter Lisa auf dem Weg nach Hockenheim, da wir uns spontan für den 10 km Lauf auf der Original Grand Prix Strecke des Hockenheimrings angemeldet haben. Für mich war es dort mein 4. Start. Für Lisa ihr erster, und auch noch ihr erster 10 km Lauf überhaupt. Der 5er kam nicht in Frage, da dafür schon um 9 Uhr Start war und da man mit einer etwa 1 1/2 stündigen Anfahrt rechnen muss, war das kein Thema.

Was natürlich zusätzlich ein Ansporn war, war die kurzfristige Ansage von Sabrina „Mocki“ Mockenhaupt hier den Streckenrekord zu brechen und den schnellen 10er als Einheit für ihren Valencia Marathon in 14 Tagen zu nutzen.

Leider war es sehr neblig, kalt und zudem teils windig, was das ganze etwas unangenehm werden ließ.

Dennoch waren rund 1.500 Starter vor Ort und warteten auf den Startschuss um 10:20 Uhr. Es gibt einen Dualstart, was bedeutet, es gibt zwei Startblöcke, etwa 500 Meter voneinander entfernt, das Feld trifft dann erst nach gut einem km aufeinander. Es gibt somit keine großartigen Staus nach dem Start, was aber für mich immer die Gefahr mit sich bringt zu schnell zu los zu ballern. Was auch hier mein Fehler war.

Eigentlich ist eine Laufstrecke, die zum schnell fahren gemacht ist, auch für schnelles laufen und  Bestzeiten geeignet, ich aber hab es in den bisher 4maligen Anläufen dort noch nie zu einer Bestzeit geschafft. Da bin ich ohnehin momentan sehr weit entfernt, aber umso mehr freute es mich, dass Lisa ihren ersten 10er ohne Gehpausen in rund 66 Minuten gefinished hat.

 

Mocki hat natürlich den Streckenrekord in einer Zeit von 33:19 min. geknackt. Die Siegerzeit betrug 29:46 min.

 

 

Veranstalterhomepage: http://www.asgtria-hockenheim.de/index.php/hockenheimringlauf

 

Ergebnisse: http://coderesearch.com/sts/services/10050/598

24.07.-26.07.2015

Run und Rad am Ring – Die Herausforderung in der grünen Hölle
(Ein Bericht von Ute Covell)

Bilderserien


Der Ring ruuuuft - und meine große Liebe rief mich dieses Jahr gleich zweimal,
für Samstag früh 8:45 Uhr zum 24,4km Lauf über die Nordschleife und im Anschluss um 13:15 Uhr
24 Stunden grüne Hölle mit dem Rennrad im 4er Team. Da lasse ich mich nicht zweimal bitten  :-)
Wegen dem schlechten Wetter wurden die 24-Stunden-Rennen allerdings erst um 20:00 Uhr gestartet
und die Jedermann-Rennen fielen dem Sturm komplett zum Opfer.

Am Freitag,24.07.2015 startete um 16:00 Uhr das Ringwochenende: Ausgabe Startnummern, Expo,
Einfahrt ins Fahrerlager, um 19:30 Uhr die offizielle Eröffnung auf der Bühne und die Pasta Party.
Der erste Wettbewerb stand mit dem 22 Kilometer Zeitfahren bereits um 20:00 Uhr auf dem Programm.
Samstag standen dann die Bambiniläufe, 5km, 10km und der 24,4km auf dem Plan.
Die 5km liefen einmal die Grand Prix Strecke, die 10km zweimal und die 24,4km Läufer
einmal über die Grand Prix Strecke und hinaus in die Grüne Hölle.
Nach den Läufen stand der Rest der Veranstaltung ganz im Zeichen der Radfahrer, 25km,75km,150km Rennrad,
24h-Rennen eBike,Rennrad und MTB. Sonntag gibt es noch die individuelle Tourenfahrt über die Nordschleife, da
können die Radler ganz ohne Zeitdruck von 7:00 Uhr - 12:30 Uhr so oft sie wollen über die Nordschleife radeln.

Samstag, 25.07.2015, die Spannung und Freude steigt, wenn um 8:45 Uhr die Startflagge zum Nürburgringlauf gehoben wird.

Die Start-/ Zielgerade befindet sich entlang der Boxengasse der Grand Prix-Strecke. Der Startschuss fällt, die Flagge senkt sich, tausende von Läufer starten, die Mercedes-Arena schlängelt sich vorbei an einer riesigen Tribüne  „Kumho-Kurve“, „Bit-Kurve“,  für die Läufer ein Genuss. Am Streckenrand stehen bereits die Radfahrer in ihren Fahrerlagern und beklatschen die Läufer, dann geht’s runter durch den „Rheinland-Pfalz-Bogen“ und über die „NGK-Schikane“ erstmals ordentlich bergauf. Nach knapp vier Kilometern ist die erste Etappe geschafft. Die Laufstrecke mündet vom GP-Kurs in die legendäre Nordschleife. Respektvoll hat sie Formel 1-Legende Jackie Stewart einst „Grüne Hölle“ getauft.

Weiter geht es durch  das „Hatzenbach-Geschlängel“ über „Hocheichen“ runter zur „Quiddelbacher-Brücke“ für  die Läufer  läuft’s locker – immer bergab. „Flugplatz“, „Schwedenkreuz“, „Aremberg“,  pure Freude an der Eifellandschaft und dem Gefühl, über nicht gerade alltäglichen Asphalt zu laufen. Die „Fuchsröhre“ runter und wieder hoch zum „Adenauer-Forst“.

Die nächsten paar Meter bergauf sind locker zu bewältigen.  „Metzgesfeld“,„Kallenhardt“,„Wehrseifen“, und dann ist „Breidscheid“ in Sicht, der tiefste Punkt der Strecke, 300 Höhenmeter unter Start-/Ziel.

Über die „Ex-Mühle“ führt der Eifelkurs weiter Richtung „Bergwerk“, vorbei an der Stelle, an der einst Nicki Lauda in Flammen aufging und damit das Ende der Formel 1-Ära auf der Nordschleife eingeläutet hatte. Und genau ab hier wird es auch beim Laufen ernst.
Bis zur „Hohen Acht“ sind auf rund vier Kilometer knapp 300 Höhenmeter zu überwinden. Langsam hebt sich das Streckenprofil durchs „Kesselchen“.
die scharfe Rechtskurve im „Klostertal“ danach die legendären 180-Grad-Kehre  „Caracciola-Karussell“ mit einer Steigung bis zu 17 Prozent reckt sich die Nordschleife hoch zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“.
Dort angekommen, geht es die nächsten Meter leicht bergab über „Wippermann“, „Eschbach“ rein in den Streckenabschnitt „Brünnchen“. „Eiskurve“, „Pflanzgarten“ und  „Schwalbenschwanz“, wer jetzt noch Power hat, genießt das Auf und Ab der Rennstrecke vorbei am „Galgenkopf“ geht’s zur langen Zielgeraden  auf die „Döttinger Höhe“. Rund drei Kilometer geradeaus, das Ziel schon fast in Sicht, nur noch wenige Höhenmeter. Nach der „Hohenrain-Schikane“ öffnet sich die Zufahrt zur Grand Prix-Strecke und somit der Weg auf die Zielgerade. Was für ein geiles Gefühl ob zu Fuß oder auf dem Rennrad!!!!
Die Läufer sind im Ziel, die Radfahrer fahren weiter  über die Grand Prix Strecke in die Wechselzonen ein um weiterhin ihre Runden über die  Nordschleife zu drehen.  

Sabine, stürmte bei ihrem Ring-Debüt gleich mal auf Platz drei in ihrer Altersklasse, Zoe musste verletzungsbedingt von 24,4km auf 10km ummelden, Johannes hat es nicht bereut, dass ich ihn zum Nürburgring überredet habe und ich ja, bin locker durchgelaufen und habe viele schöne Bilder mitgebracht.
Der Start der Radrennen wurde aufgrund des Eifelwetters erst um 3 Stunden nach hinten verschoben, dann entschlossen sich die Veranstalter dafür, die 24h Rennen um 20:00 Uhr zu starten und die Jedermänner ganz entfallen zu lassen.  Den Sportlern und auch den Sattel-Akrobaten, welches man auch als Team Europe hätte melden können (Eva aus Österreich, Markus aus der Schweiz, Dominik mit Wohnsitz in Luxemburg und ich aus Deutschland) konnte die gute Laune dadurch nicht genommen werden.  Es wurde überall gemütlich gegrillt, gegessen, getrunken und geduldig auf den Start gewartet. Dominik löste um 20:00 Uhr für unser Team den Transponder aus,gegen 22:00 packte dann Markus die Lust und er drehte die erste Runde über den Ring. Danach stürzte sich Dominik in die Nacht, jeder der Jungs fuhr insgesamt zwei Runden, am nächsten Tag griffen auch Eva und ich ins geschehen mit ein. Die letzte Runde fuhren wir dann alle gemeinsam  mit einer längeren –letztes mal die Nordschleife genießen-  Pause auf der Hohen Acht „gemütlich“ ins Ziel. Auf der Zielgeraden standen schon die anderen Fahrer der Teams die ihren letzten Mann  in Empfang nahmen um ebenfalls gemeinsam mit ihm ins Ziel zu fahren.
Auch wenn das Wochenende nicht ganz nach Plan lief war für uns alle klar, es war ein geiles Event und wir werden nächstes Jahr alle wieder kommen um über die Nordschleife zu fliegen, erst zu Fuß und dann auf dem Rennrad – 2016, let`s do it again -

Saisonabschluß am schönsten Ort der Welt

Reggae Marathon, 06.12. 2015 

Ein Bericht von Ute Covell

Bildergalerie

Negril, Jamaika , Resturlaub weg ballern und die Laufsaison beenden, wo kann man es besser als auf Jamaika?
Deshalb haben wir uns spontan entschieden dem Reggae Marathon einen Besuch abzustatten :-))
Jedes Jahr am Nikolauswochenende und dieses Jahr bereits zum 15. mal fand der Reggae Marathonin Negril statt.  Der Läufer kann zwischen Marathon, Halbmarathon und 10km wählen.Am Vorabend findet die beste Pasta Party der Welt mit der Silver Birds Steel Drum Band statt, die am nächsten Tag dann auch auf der Strecke für
Stimmung sorgt.
Bei mir ist es nun schon die zweite Teilnahme, Dominik war zum ersten mal am Start und er hat ziemlich schnell gemerkt,
dass ich ihm nicht zu viel versprochen habe, was die Pasta Party ,die
lockere und fröhliche Stimmung bei den Läufern angeht.
Auch, dass ein Start früh um 5:00 Uhr wegen der großen Hitze und
Luftfeuchtigkeit nicht das verkehrteste ist.Als Halbmarathonläufer kommt man noch mit einigermaßen erträglichen Temperaturen ins Ziel, die Marathonis haben da schon mehr zu kämpfen bis sie endlich den Zielspurt direkt ins Meer machen dürfen.
Die Strecke ist mit Hauptstraße hoch und runter nicht gerade attraktiv
aber die Veranstaltung als Ganzes betrachtet macht das Ganze doch
saucool :-)) Mehr Infos von mir zu dem Lauf gibt es bereits auf dieser
Seite unter Laufberichte ;-)) Siehe Bericht von 2014

 

TÜV Rheinland Indoormarathon / Nürnberg, 08.11. 15

Ein Bericht von Tom Klossek

Bildergalerie

 

Heute früh um 9 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Nürnberg zum TÜV Rheinland. Nicht um die unzähligen Nagellacke meiner Tochter nach irgendwelchen Stoffen untersuchen zu lassen, auch nicht um meinem Hund Rolle rückwärts beizubringen (Rolle vorwärts klappt prima), nein ich war zum Laufen dort. Das 2. Mal.

 

Erst am vergangenen Freitag erhielt ich die Nachricht vom Veranstalter, dass ein paar Startplätz für den Halbmarathon und Marathon aufgrund von Absagen zu haben sind. Zunächst für mich kein Thema. Vor 4 Wochen in München den letzten Marathon des Jahres gelaufen befand ich mich bereits in der gemütlicheren Phase, die sich Regeneration nennt.

 

Es brauchte ganze fünf Minuten Zeit, als ich zu dem Schluss kam, warum eigentlich nicht. Im freien kann schließlich jeder Laufen und ein paar Körner werden sicherlich noch vorhanden sein, also hab ich mich angemeldet. Natürlich nicht für den HM, sondern wie es sich gehört für den Marathon !! Ein bisschen unwohl fühlte ich mich schon. Etwas überfahren und völlig unvorbereitet, aber ich startete.

 

Das Procedere kannte ich, 10:45 Uhr „briefing“ also die Regeln kurz erklärt, denn es gilt einiges zu beachten, dann fiel schon um 11 Uhr der Startschuss. Die Marathonis im Gang zur Linken. Die Halbmarathonis im Untergeschoss. Das Gebäude des TÜV Rheinland in Nürnberg ist, zumindest was die Laufstecke betrifft L-förmig. Es ging aus dem einen Gang in das Foyer, wo ein paar Zuschauer standen und höllisch Stimmung verbreiteten, Markus Othmer die Moderation übernahm und eine Sambaband ordentlich pushte. Im  Foyer war dann auf der Leinwand zu sehen, wie viele Runden von 55 schon abgelaufen sind, an welchem Rang man sich befand und  -  und das war das schlimmste ab Runde 20 – die noch zu laufen Runden …..

 

Dann den langen Gang weiter bis zum Ende, ab ins Treppenhaus – Achtung Überholverbot, womit es anfangs noch zu kleineren Staus kam, 12 Stufen nach unten und im Untergeschoss den selben Weg quasi retour, an einer super gut organisierten und bestückten Verpflegungsstation vorbei ins nächste Treppenhaus und wieder 12 Stufen nach oben. Das ganze ging so ein paar Runden gut, aber bald merkte ich, hoppla das wird nichts, keinen langen Lauf seit 4 Wochen, und hundemüde hatte ich an aufhören gedacht. Aber Hallo ? Keine Schande ein paar Meter zu gehen. Im Treppenhaus war eh schon bald kein Korn Kraft mehr da, also wollte ich nur schauen das Ganze zu überstehen und als „Gaudi“ abzustempeln. Eine Gaudi war es dann aber nicht mehr, die Kräfte waren weg. Oben noch laufen, unten joggen, ab Verpflegungsstation bis Treppenhaus  kriechen und ab dem Foyer wieder etwas Gas geben. So konnte ich dann doch die 55 Runden, 42,195 km „indoor“ und 110x 12 Treppenstufen überstehen. Manchmal kam ich mir wie ein Hamster vor, aber etwas Verrücktheut gehört ja auch dazu.

 

Ob ich ein drittes Mal bei TÜV Rheinland Indoormarathon starte …. Mal sehn.

 

Ergebnisse und Infos und bald einige Bilderserien unter: http://indoormarathon.lga.de/

----------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Bericht von Jürgen Schmitt (infranken.de)

Matthias Krahs Lust am Extremen

Nach seiner Premiere im Vorjahr absolvierte der Läufer vom TV Bad Brückenau erneut die 112 Kilometer beim "Ultra Mallorca" und wurde unter fast 500 Teilnehmern herausragender Vierter.
 
Er hat es tatsächlich schon wieder gemacht. Hatte nicht genug gehabt von der Premiere im Vorjahr. Es muss eher wohl heißen: Er hatte nicht genug bekommen. Der Ultra-Lauf "Serra de Tramuntana" auf Mallorca ist kein Lauf, den man im Vorübergehen absolviert. 112 Kilometer. 4448 Höhenmeter. Auf dem Weg von Andratx im Süden der Insel nach Pollenca im Norden wird das gesamte Tramuntana-Gebirge durchquert mit kurzen Passagen am Strand und vielen steilen Auf- und Abstiegen.

"Bereits im letzten Jahr durfte ich den atmosphärischen Start an der Festung in Andratx um Mitternacht zum Gefangenenchor aus Verdis Nabucco, die tolle Stimmung sowie den zermürbenden flachen Schlussteil in sengender Sonne durchleben. Grund genug wiederzukommen. Mein Ziel: meine Zeit aus dem Vorjahr (14:40 Stunden) idealerweise um zwei Stunden unterbieten, womit dann auch ein Platz unter den ersten Zehn möglich sein sollte", erzählt Matthias Krah. Der Masterplan wurde quasi übererfüllt mit einem herausragenden vierten Platz unter den knapp 500 Teilnehmern.

Kurz nach dem Start kam es zu einem Kuriosum. Die Spitzengruppe nahm einen falschen Abzweig. "Auch ich musste umdrehen und mich mit den anderen durch die Masse des Feldes erneut nach vorne kämpfen. Ärgerlich, aber auch irgendwie besonders", nahm es der 30-Jährige gelassen. "Das Rennen sollte noch lang sein, und beim ersten Anstieg mit etwa 900 Höhenmetern meine Kräfte zu verpulvern, wäre wenig sinnvoll gewesen, da meine Stärken eher bergab liegen."

Bei der ersten Verpflegung lag der Jurist schon im Soll mit nur geringem Abstand auf die Führungsgruppe, die dann eingeholt wurde. Der anschließende Aufstieg nach Valldemossa fiel dem gebürtigen Fuldaer dieses Jahr überraschend leicht - ganz im Gegensatz zum Vorjahr. "Valldemossa erreichte ich auf Position zwei. Zweiter auch im Ziel zu sein, erschien mir doch sehr unwahrscheinlich. Dennoch ließ ich im Tempo bei der anschließenden Überquerung des Teix-Massivs nicht nach und kam auch nach Soller als Zweiter. Über den Barranc de Biniaraix hinauf zum Col d'Offre erwischte mich jedoch der Mann mit dem Hammer", erzählt Matthias Krah vom folgenden Energieverlust.

Jetzt wurde der Extrem-Lauf zur Qual. Zwei Läufer überholten schließlich den Rhöner. "Das Schöne an Ultras ist aber, dass genug Zeit ist, sich erneut zu erholen. Und so konnte ich meinen vierten Platz behaupten und erreichte nach zwölf Stunden 30 Minuten und 52 Sekunden überglücklich das Ziel." Damit war Matthias Krah im internationalen Starterfeld der beste Deutsche mit nur 44 Minuten Rückstand auf den Sieger. Zum Podest fehlten lediglich 18 Minuten.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 

56 km im Schatten des Tafelberges - Der Two Oceans Ultra Kapstadt
oder der Marathon fängt erst nach 14 km an ;-)
Ein Bericht von Ute Covell

Bilderserien:

Impressionen                

Friendship-Run   

Two Oceans-Ultra-Marathon



TV Übertragung Two Oceans Ultra 2015
https://www.youtube.com/watch?v=wiUdnoK3X_o

Two Oceans Promo Video
https://www.youtube.com/watch?v=2QJVRQDcj84

Homepage Two Oceans Ultra Marathon
http://www.twooceansmarathon.org.za/

Kurze Info zum Lauf
Der Two Oceans Marathon wird seit 1970 jährlich in Kapstadt ausgetragen. Termin ist seit 1976 der Karsamstag. Die Hauptstrecke ist ein 56 km langer Ultramarathon,  außerdem wird seit 1998 ein Halbmarathon angeboten.
Der erste Lauf fand 1970 mit 26 Teilnehmern statt und sollte lediglich ein Trainingslauf für den Comrades sein. Teilnahmebedingung für den Ultramarathon ist ein unter fünf Stunden absolvierter Marathon innerhalb des letzten halben Jahres.
Für die Ultramarathon-Finisher gibt es fünf Kategorien von Medaillen: Gold für die ersten zehn, Silber für alle anderen, die unter vier Stunden geblieben sind, eine Sainsbury-Medaille für Läufer, die weniger als fünf Stunden gebraucht haben, Bronze für alle, die das ursprüngliche Zeitlimit von sechs Stunden unterboten haben, und Blau für die übrigen Läufer, die die Strecke innerhalb von sieben Stunden bewältigt haben.

Die Ultramarathonstrecke beginnt im Stadtteil Newlands, führt zwischen Muizenberg und Fish Hoek an der False Bay am Atlantischer Ozean entlang und überquert dann die Kap Halbinsel über den Chapman’s Peak. Sie verläuft dann auf der Küstenstraße einige Kilometer wieder am Atlantischen Ozean vorbei und von dort weiter zum Ziel auf dem Campus der Universität am Fuße des Tafelberges. Insgesamt sind über 500 Höhenmerter bergauf und ca. 450 Höhenmeter bergab zu überwinden, die meisten davon auf der zweiten Streckenhälfte. Wegen der spektakulären Ausblicke gilt der Two Oceans Marathon als einer der schönsten Läufe weltweit.

Am Montag, 30.März , 20:45 Uhr brachte ein Airbus der South African Airways 27 Teilnehmer der Reisegruppe von Laufreisen nach Südafrika.
Nach über 10 Stunden Flug erreichten wir Johannesburg wo es nach einem kurzen Aufenthalt weiter nach Kapstadt ging.
Nachdem alle im Hotel eingecheckt haben, gab es eine kurze Vorstellungsrunde und einige Infos unserer Reiseleitung Günter und Anke.
Danach starteten wir zu einer gemeinsamen kurzen Stadtbesichtigung, relaxen in einem Cafe und einem wer wollte gemeinsamen Abendessen.

Der nächste Morgen begann für alle Freiwilligen mit  einem kurzen gemütlichen Morgenlauf, anschließenden Frühstück. Danach wurden die Startnummern geholt.
Auf der Marathonmesse gab es auch noch reichlich Zeit zum Geld ausgeben ;-))
Den Rest des Tages verbrachten wir mit einer kleinen Tour nach Stellenbosch (Weinbaugebiet und zweitälteste Stadt Südafrikas) mit Weinprobe und als Abschluß
ging es auf den Signal Hill, dort gab es außer den Sonnenuntergang auch noch Wein und Bier. (Das Sportler keinen Alkohol trinken ist ein Gerücht ;-) )

Der vierte Tag in Kapstadt begann auch wieder recht früh, wir fuhren mit dem Bus zu einer Besichtigung der Kap Halbinsel (Botanischer Garten Kirstenbroich, Pinguine an der False Bay, Chapman`s Peak, Cape Point , Kap der Guten Hoffnung) und besichtigten die zwei schwierigsten Teile der Strecke Ou Kaapse Weg  und Constantia Nek. Ou Kaapse Weg ist die Ausweichroute für das eigentliche Highlight der Strecke Chapman`s Peak.
Wir waren alle sehr enttäuscht, dass wir diesen Teil wegen Waldbränden nicht laufen konnten. Dafür ging es 5km durch verbranntes Land und man konnte immer noch die Waldbrände riechen. Zu Chapman`s Peak muß man sagen, dass es eine der schönsten Küstenstraßen der Welt ist und das eigentliche Herzstück des Two Ocean weswegen er den Namen the world´s most beautiful Marathon trägt und die Läufer nach Kapstadt kommen.

Freitag fand dann der International Friendship Run mit Start an der Waterfront statt. Das absolute Highlight war die Anwesenheit von Haile Gebrselassie. Er hat auf meiner Startnummer unterschrieben und eine Läuferin unserer
Gruppe hat sogar eine Umarmung mit einem Kuss ergattert.
Der lockere Lauf ging ca 6km entlang der Waterfront, viele Läufer waren mit ihren Landesflaggen unterwegs und haben Bilder gemacht.
Danach stand der Tag zur freien Verfügung und wir bummelten ein wenig durch Kapstadt und kauften schon einmal die ersten Souvenirs.
Am Abend fand in unserem Hotel die speziel für unsere Laufgruppe organisierte Pasta Party statt.

Samstag 04.04.2015 RACE DAY!!!
Der Tag begann für alle mit 3:00 Uhr aufstehen, 3:30 Uhr Frühstück 4:15 Uhr Abfahrt.
Unsere Halbmarathonteilnehmer wurden um 5:50 Uhr auf die Strecke geschickt und um 6:30 Uhr folgten
die Ultras. Schon der Start ist ein unglaubliches Gefühl, erst wird die südafrikanische Nationalhymne gesungen und dann
erfolgt der Startschuß mit dem traditionellen Ruf des Fischers auf einer Muschel.
Der Laufgott hatte es an diesem Tag sehr gut mit uns gemeint und  richtig spitzen Laufwetter geschickt, so dass auch alle unserer Teilnehmer das
Ziel erreicht haben. Im internationalen Zelt trafen sich die Läufer aus aller Welt und konnten bei einem Bier ;-)) noch einmal den Lauf Revue passieren lassen.
Unseren erfolgreichen Tag beendeten wir in einem afrikanischen Restaurant, welches uns mit 13 Gängen Köstlichkeiten aus Afrika verwöhnte.

Der Sonntag stand uns zur freien Verfügung, wir machten eine Sightseeing Bus Tour, bummelte durch Kapstadt, kauften Souvenire, gingen lecker Essen und
trafen uns auf einen  Absacker in der Hotellobby um den letzten gemeinsamen Abend noch einmal so richtig zu genießen.
Für einige ging es Montag früh bereits um 4:00 Uhr weiter nach Namibia, Garden Route Tour, Bushmanskloof und die Heimreiser hatten noch bis 12:00 Uhr Zeit
sich von Kapstadt zu verabschieden.

Fazit:
Eine wirklich schönes Stadt, ein super organisierter Marathon, der trotz des kleinen Wermutstropfen mit dem gesperrten Streckenabschnitt ein super Erlebnis war.
Nach 7:00 Brutto Laufzeit machen sie wirklich gnadenlos das Ziel zu und wer bis dahin noch nicht aus dem Rennen genommen wurde steht vor einem geschlossenen Zieleinlauf.
Meinen ersten Ultra beendete ich nach einem lockeren Lauf mit vielen Bildern knipsen nach 6:40:?? Steigerung ohne Bilder knipsen durchaus möglich ;-))

Anke und Günter vom Team  www.laufreisen.de haben eine wirklich super Reise organisiert und es gibt auch noch einige richtig gute Sachen in ihrem Angebot.
Kann ich sehr Empfehlen, einfach mal rein schauen.
Wir waren eine super Truppe, es wurden E-Mail Adressen getauscht und sich bereits wieder zu dem ein oder anderen gemeinsamen Laufevent verabredet.

 

29. Spar Budapest Marathon, 11.1014

Ein Bericht von Ute Covell

Bilderserien:

Impressionen                    

Der Marathon

 

Willkommen in Ungarns Hauptstadt - Budapest

Wenn hunderte von erwachsenen Menschen mit Turnbeutel auf dem Rücken
umhergeistern, kann dies nur eines bedeuten.
Es ist MARATHON, die erwachsenen Menschen sind Läufer und bei den
Turnbeuteln handelt es sich um Kleider-/Läuferbeutel :-)

Nachdem beschlossen wurde, daß am 12.10.2014 Kommunalwahlen statt
finden, mußten die Veranstalter kurzerhand den
29. Spar Budapest Marathon auf den 11.10.2014 umorganisieren.
Die Anreise von Würzburg aus an die Donaumetropole kann man ziemlich gut
mit dem Euronight bewältigen. Abfahrt 21:04 Uhr
in Würzburg mit dem ICE nach München und von dort aus im Schlafwagen des
Euronights nach Budapest-Keleti, Ankunft 08:54 Uhr.
Zurück, gleiche Tour 21:04 Uhr Abfahrt Budapest-Keleti, umsteigen 6:47
Uhr München in den ICE nach Würzburg.
Wer rechtzeitig Hotel bucht, kommt gut und günstig in Start/Ziel nähe
unter.

Zurück zum Marathonbericht, Abholung der Startnummern und Pasta Party
erfolgte Freitag 15:00 Uhr - 21:00 Uhr.
Bei der Startnummernausgabe ging es sehr gesittet zu. Es gab solche
Absperrbänder wie am Flughafen Check-in und mit grünen Täfelchen
wurde signalisiert welcher Helfer gerade frei ist.
Jeder Läufer bekam einen Läuferbeutel, Funktionsshirt, Laufcap,
Gutschein für die Pasta Party und einen Schwamm mit seiner Startnummer
ausgehändigt. Witzige Sache, bei der Anmeldung kann jeder seinen
individuellen Wunschtext auf der Startnummer angeben.
Jeder Teilnehmer der zum ersten mal in seinem Leben einen Marathon
bestritt, bekam noch eine "Startnummer" für den Rücken mit der
Aufschrift erster Marathon.
Zu essen gab es eine Schüssel Paste, Keksriegel, Salat und Bier oder
Wasser.  Wie auf meinem Bild zu sehen, die essen Pasta ein wenig anders
als wir ;-)
Statt Sonntag 9:30 Uhr war der Start auf Samstag 11:00 Uhr verschoben
und es herrschten Temperaturen wie bei uns im Hochsommer.
Angeboten wurden folgende Distanzen: Marathon, Marathon Staffel, 30km,
7km Mini Marathon, 2,7km Fun run, 600 Meter Family Run.
Am Sonntag gab es um 9:00 Uhr noch den 3,2 km Metropol International
Morning Run mit anschließenden Frühstück.
Asche auf mein Haupt, den habe ich völlig verdrängt, deshalb leider kein
Bericht und Bilder :-(

Der Startschuß für das 23450 große Teilnehmerfeld darunter 3300 aus 17
Nationen ( Frankreich, Italien, UK, Deutschland und Polen waren die
Teilnehmerstärksten Nationen) fiel pünktlich um 11:00 Uhr.
Los ging es in dem Park mit dem Blick auf den Hösök Tere (Heldenplatz).
Die ersten 600 Meter führten um den Hösök Tere herum um dann 2,4 km die
gewaltige Andrassy ut hinunter zu laufen.
Danach folgten eher unspektakuläre 3,5 km durch Häuserschluchten
hindurch bis zur Margaretenbrücke die, die Läufer direkt für 3 km auf
die Margareteninsel führte.
Am Ende der Insel mußte die Arpad Brücke bewältigt werden um wieder an
das Donauufer der Pester Seite zu gelangen. Dort ging es 5 km
Uferpromenade vorbei am Parlament bis zur Kettenbrücke.
Diese mußte dann überquert werden, der Marathon befand sich jetzt für 5
km in Buda (= Ofen). In Buda ging es dann bis km 24 das Donauufer hoch
und runter.  Bei km 24 brachte die Freiheitsbrücke das
Läuferfeld wieder zurück nach Pest.  Die Kilometer 24 bis 28 waren Neuland aber
ab Kilometer 28  bis Kilometer 37 wurde die Strecke an der Donaupromenade zurück auf die
Margareteninsel gelaufen. Mit der Margaretenbrücke, die alle Läufer ein
weiteres mal zurück nach Pest brachte, haben alle zum sechsten mal eine
Brückenüberquerung erfolgreich gemeistert. Die letzten 3km führten durch
Häuserschluchten und am Nyugati Bahnhof direkt in den Park am
Heldenplatz. Dort verlief schattig der letzte Kilometer bis zum erlösenden Ziel.
Nach dem Zieleinlauf bekommt jeder Läufer eine Finisher Medallie und
statt der klassischen Zielverpflegung eine Tüte mit 0,75 Flasche stilles
Wasser, 0,5 Flasche Birnenwasser (?!) Getränk, große Dose alkoholfreies
Bier, eine Banane, je ein Tütchen Chio Knapermix, Frühstückscerialien,
Trinkpäckchen Milch, einen Schoko- + Keksriegel. Ich muß zugeben, die
Flasche Salatdressing hat mich ein wenig irritiert.
Den Park im Zielbereich nutzten die Finisher um sich auf den Rasen
auszuruhen und zu sonnen.

Nachdem mich diese Hitze auf der Strecke echt fertig gemacht hat, gibt
es vom Lauf direkt nur ein paar Bilder. Am nächsten Tag habe ich die
schönsten Streckenabschnitte nochmal fotografiert, denkt euch einfach
die Fußgänger/Autos weg und ein Marathonfeld hinein. Es war erstaunlich
wieviele Turnbeutelmenschen mir da noch über den Weg gelaufen sind :-)

Fazit: Ein gut organisierter und schöner Marathon für alle Läufer die
Brücken lieben ist er eine Reise wert, für alle anderen Läufer auch.
Die Strecke ist eine großartige Sightseeing-Tour durch die
Donaumetropole mit Sehenswürdigkeiten im Überfluß. Heldenplatz, Andrassy
Ut,  Oktogon, Opernhaus, Haus des Terrors, Kettenbrücke,
Freiheitsbrücke, Markthalle,  Burgberg, Parlamentsgebäude, Nyugati Bahnhof
Verpflegungsstellen gab es bei Kilometer 4,7  ( Wasser ) , 8,6 , 13,2 , 16,6 ,
19,7 , 23,1 , 26,4 , 30  (Wasser, Powerade, Bananen, Glucose) 33,7 , 37
, 39,4 , 41 (Wasser, Powerade, Bananen, Glucose, Cola, Magnesium)

Links : Marathon Homepage       http://www.budapestmarathon.com/
             Promo Trailer http://www.youtube.com/watch?v=2q3a4kWgGVc

 Great Wall Marathon / China

Ein Bericht von Johannes Büttner

„5.164 steps into history“ – mit diesem Slogan wirbt der Great-Wall-Marathon in China um Teilnehmer aus aller Welt. Und die Läufer strömen zu der seit 1999 bestehenden Veranstaltung. 2.500 Starter aus über 50 Ländern nahmen in diesem Jahr teil, etwa 800 im Marathon, der Rest über die Halbmarathon-Distanz oder im 8,5-km-Funlauf. Das größte Kontingent stellten die Amerikaner, doch neben Australiern, Briten, Franzosen, Spaniern, Kanadiern, Brasilianern oder Südafrikanern waren auch die Deutschen gut vertreten – unter anderem mit einer dreiköpfigen Delegation aus Würzburg.

 

Angesichts der langen und mit bürokratischen Hürden verbundenen Anreise nach China bietet es sich natürlich an, nicht nur Marathon zu laufen, sondern den Trip mit einer Rundreise zu verknüpfen. Dafür hatten sich auch Ute, Boris und ich entschieden. In diesem Bericht soll allerdings der Marathon im Mittelpunkt stehen.

 

Das Pflichtprogramm des Laufes begann schon zwei Tage vor dem Startschuss. (Die Vorbereitung sollte natürlich schon Monate zuvor begonnen haben, bei einigen Teilnehmern bin ich mir da aber nicht so sicher.) Der Veranstalter des Great-Wall-Marathons, Albatros-Travel aus Dänemark, der alles perfekt organisiert hatte, brachte am Donnerstag sämtliche Läufer und Begleiter in einer dreistündigen Bustour von Peking zum Veranstaltungsgelände, wo am Samstag Start und Ziel sein sollten.

 

Dort gab es ein allgemeines Briefing zum Rennen, dann mussten alle die 3,5 Kilometer auf der chinesischen Mauer ablaufen, die während des Rennens (von den Marathon-Läufern zweimal) zu bewältigen sein sollten. Eine gute Gelegenheit für viele Fotos – und für mich der Punkt, an dem ich mein persönliche Zeitziel deutlich nach oben korrigierte. 5.164 Stufen klingen schon nach viel, noch anspruchsvoller wird es aber, wenn sie nicht nach deutscher DIN-Norm, sondern vor Jahrhunderten in China gebaut worden sind. Und wenn zu den Stufen noch kurze Steilstücke hinzukommen, an denen man sich als Läufer Treppen gewünscht hätte. Also verabschiedete ich mich von dem Gedanken, hier einen Marathon unter vier Stunden laufen zu wollen.

 

Am Renntag war wieder frühes Aufstehen angesagt, schließlich erfolgte der erste Startschuss bereits um 7:30 Uhr, um der Mittagshitze möglichst auszuweichen. Also verkehrten die Busse so, dass alle Läufer spätestens um 6 Uhr am Veranstaltungsgelände angekommen waren. Dort war von Hitze keine Spur, vielmehr versuchten wir uns halbwegs warm zu halten. Ich hatte noch etwas länger Zeit, mich in dieser Übung zu versuchen, weil ich aus unerfindlichen Gründen in den vierten und damit letzten Startblock eingeteilt worden war und es vertrödelt hatte, dies ändern zu lassen. Dafür konnte ich mich noch länger mit den Teilnehmern aus aller Welt unterhalten und den Reden der einheimischen Honoratioren (von denen ich natürlich nichts verstand) lauschen. Außerdem spielte eine nette chinesische Kapelle, unter anderem gleich zweimal „Jingle Bells“, bis sich ich mich um acht Uhr mit Wave 4 auf die Strecke machte.

 

Der hintere Startblock sollte zur Folge haben, dass ich den ganzen Lauf überholte, viele aus dem zehn Minuten früher gestarteten Block 3 bereits auf den ersten fünf Kilometern. Auf denen mussten schon einmal knapp 200 Höhenmeter bewältigt werden, zum Glück aber noch auf asphaltierter Straße, die reichlich Platz zum Überholen bot. Und sie bescherten auch einen Eindruck von der Stimmung, auf die wir uns im weiteren Verlauf des Marathons freuen durften. Keine Karnevalsatmosphäre, keine Sambagruppen, dafür einheimische Zuschauer, die sichtlich und hörbar begeistert waren, dass so viele Ausländer in ihr Provinzdorf kommen, um dort zu laufen.

 

Nach fünf Kilometer folgt das Teilstück, das dem Lauf seinen Namen gibt und das wir zwei Tage zuvor bereits inspiziert hatten: 3,5 Kilometer auf der großen Mauer. Über große und kleine, gerade und verfallene Stufen geht es auf und ab. Frösteln muss ich schon lange nicht mehr, stattdessen freue ich mich über die Wasserflaschen, die einem freundliche Helfer bei diesem Marathon an beinahe jeder Ecke reichen. Schatten spenden ab und zu die kleinen Wehrtürme, die zu durchlaufen sind. Und dann geht es mit und ohne Stufen steil bergab. So steil, dass man besser Vorsicht walten lässt und ans Geländer greift, statt zu versuchen, bergab Tempo zu machen.

 

Bei Kilometer 8,5 ist das Stadion wieder erreicht, Moderatoren begrüßen die Sportler mit Namen und Zuschauer mit Jubel, dann geht es auf der Straße ins Umland. Genauer gesagt am Straßenrand, denn auf der Fahrbahn verkehren ganz normal die Autos und Mofas, die durch Hinweisschilder darauf hingewiesen werden, dass an diesem Tag mit dem ungewöhnlichen Verkehrshindernis Läufer zu rechnen sei. Ich freue mich, dass ich besser und lockerer als erwartet über die Mauer gekommen bin und versuche nun, mich von den Treppauf- und Treppab-Passagen zu erholen und in den normalen Dauerlauf-Rhythmus zu finden, was mir auch ganz gut gelingt. Die ersten schnellen Halbmarathonläufer befinden sich bereits auf dem Rückweg und kommen mir entgegen, bis wir Marathonis auf einen Feldweg abbiegen, wo der Verkehr zum Glück deutlich nachlässt.

 

Ein Erlebnis sind auf diesem Abschnitt die Durchquerungen von Dörfern. Kinder, die begeistert winkten, „Hello“ rufen, Läuferhände abklatschen oder sogar Blumen verschenken. Jugendliche und Erwachsene fotografieren die Exoten mit Handys oder Digicams. Nur bei einigen Senioren habe ich den Eindruck, sie würden das Treiben dieser Verrückten mit einem eher mitleidigen Lächeln quittieren.

 

Etwa bei der Halbmarathonmarke werde ich dann daran erinnert, dass das Höhenprofil auch außerhalb der Mauer einige Steigungen angezeigt hatte. Drei Kilometer lang geht es bergauf, wobei einige Sportler, die wohl etwas zu forsch losgelegt hatten, im wahrsten Sinne des Wortes gehen. Die anschließende Bergabpassage lässt sich im Gegensatz zur Mauer auch tatsächlich dazu nutzen, das Tempo zu steigern, ehe die Strecke nach einer Kurve unvermittelt wieder nach oben führt.

 

Bei Kilometer 30 sind die letzten „normalen“ Höhenmeter bezwungen, leicht bergab führt der Weg nun zurück Richtung Straße und Stadion. Interessant finde ich ein Wegstück, das eher in die Kategorie Waldweg/Pfad passt. Ein Warnschild weist hier darauf hin, doch bitte vorsichtig zu sein – wohlgemerkt: da laufe ich im Würzburger Steinbachtal auf „extremeren“ Wegen. Auf der Mauer wird dagegen nirgends gewarnt, aber da sieht man die drohende Gefahr wohl auch alleine.

 

Mit einem Tempo von rund fünf Minuten für den Kilometer überhole ich nach wie vor ständig vor mir gestartete Läufer. Interessant ist es, anhand der Shirts zu identifizieren, wo die Sportler so herkommen. Als ich zwei Läufer aus der sächsischen Schweiz passiere, meinen sie frech, ihr Terrain als Bergläufer käme auf der Mauer, da würden sie mich schon wieder einholen. Das ist natürlich zusätzliche Motivation, aber auch die Erinnerung, nur ja nicht zu überziehen. Schließlich wollen noch einmal tausende Stufen bezwungen werden. Zumindest dieses Problem haben die Halbmarathonläufer nicht, die mir jetzt, nach rund drei Stunden, noch immer entgegenkommen und damit gerade einmal gut die Hälfte ihrer Strecke zurückgelegt haben.

 

Und dann kommt er, der Kilometer 35. Bei einem normalen Marathon entscheidet es sich oft an dieser Stelle, ob das angestrebte Zeitziel erreichbar ist. Beim Great Wall Marathon biege ich in das Stadion ein – um 100 Meter vor dem Ziel nach rechts gelotst zu werden, um ein zweites Mal die Mauer zu erklimmen. Aber ich habe es ja so gewollt (oder es mir einreden lassen) und fühle mich auch noch ganz gut. Trotzdem achte ich sorgfältig darauf, nur ja nicht das blaue Armbändchen zu verpassen, das nach Verlassen des Stadions verteilt wird. Mit dem signalisiert man nämlich in sieben Kilometern, dass man nun wirklich ins Ziel einbiegen darf. Andernfalls würde eine unfreiwillige dritte Marathonüberquerung drohen, und das muss ja dann doch nicht sein.

 

Diesmal geht es in umgekehrter Richtung über die Mauer, und auch ich gehe diesmal die meiste Zeit. Der Anstieg ist von dieser Seite aus nämlich deutlich länger und nur von wenigen kurzen Berg- und Treppabstücken unterbrochen. Auf denen versuche ich zwar zu laufen, muss aber aufpassen, dass meine nun doch recht müden Füße nicht ins Stolpern kommen. Da dann doch lieber zügig gehen, was auch ausreicht, um weiterhin viele Plätze aufzuholen. So kaputt wie die Kollegen, die auf allen Vieren hochklettern oder bei jeder Gelegenheit eine längere Verschnaufpause einlegen müssen, bin ich offensichtlich nicht. Und dann, nach drei Kilometern, für die mir meine Uhr insgesamt gut 40 Minuten anzeigt, ist der Punkt in Sicht, der heute Morgen den Eingang zur Mauer markiert hat und nun das Ende der Anstrengung verheißt. Jetzt stehen nur noch vier Kilometer Gefälle auf asphaltierter Straße und dann ein flacher Kilometer ins Ziel auf dem Programm.

 

Schnell bemerke ich, dass meine Beine die Umstellung von Stufen hochgehen auf Straße bergab laufen gut verkraften. Und so beschließe ich, noch einmal ein bisschen Tempo aufzunehmen. Schon verfalle ich in den Rennmodus: „Den da vorne kriegst du noch, den auch noch ...“ Die letzten Kilometer fliegen geradezu dahin. Wieder geht es ins Stadium, und ich präsentiere mein blaues Armband: Diesmal darf ich nach links ins Ziel einbiegen, um meine hart verdiente Finishermedaille entgegenzunehmen.

 

Im Ziel warte ich zunächst auf Boris, den ich am Ende der Mauer bei Kilometer 38 überholt hatte. Gemeinsam holen wir unsere Kleiderbeutel und unsere Zielverpflegung, um dann noch den kostenlosen Massageservice zu nutzen. Weil wir noch auf Ute warten wollen, positionieren wir uns dann bei Kilometer 42, um die Mitläufer aus aller Welt auf den letzten Metern anzufeuern. Die meisten sehen sehr erschöpft, vor allem aber ausgesprochen glücklich aus. Als Ute kommt, hat sie sogar noch so viel Luft und Kraft, um das Kilometerschild zu fotografieren und uns gleich ein paar Geschichten von unterwegs zu erzählen, bevor sie die letzten 200 Meter angeht.

 

Mein Fazit: Der Great-Wall-Marathon war wie erwartet mit Abstand mein langsamster Marathon, ich war 4:18 Stunden unterwegs. Der härteste, wie viele andere hinterher sagten, war er nicht unbedingt. Nach einem auf Bestzeit gelaufenen flachen Marathon bin ich kaputter gewesen. Für erfahrene Marathonläufer, die im Vorfeld auch Hügel und Treppen in ihr Training einbauen, ist er bei vernünftiger Renneinteilung auf jeden Fall machbar.

 

Die Atmosphäre war auf jedenfalls eine ganz andere als bei den 15 Marathons, die ich bisher im europäischen Flachland gelaufen bin. Wir Würzburger (und genauso alle anderen Starter, mit denen ich gesprochen habe) haben unsere Teilnahme sicher nicht bereut. In Anbetracht der weiten und nicht ganz billigen Anreise ist es aber auf jeden Fall sinnvoll, den Marathon mit einem China-Urlaub zu verbinden. Eine Anmeldung nur zum Lauf ganz ohne Rahmenprogramm ist meines Wissens auch gar nicht möglich.

 

Ergebnisse Great-Wall-Marathon 2014:

Frauen:

1. Garcia Bardoll Sofia (ESP) 3:57:25

2. Lori Gleichenhaus (USA) 4:14:05

3. Meghan Carney (USA) 4:27:35

 

194. Ute Covell 7:09:29

 

Männer:

1. Ernesto Ciravegna (ITA) 3:33:56

2. Pascal Marmier(FRA) 3:45:41

3. Shane Thrower (NZL) 3:49:53

 

19. Johannes Büttner 4:18:12

56. Boris Welz 4:47:49

 

insgesamt 692 Finisher im Marathon

 

Fotos (© Ute Covell) unter www.fourrunners.de

 

Weitere Informationen unter www.great-wall-marathon.com

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Würzburg goes Great Wall -  5.164 steps into history

Ein Bericht von Ute Covell

Fotoalben:

Impressionen Inspection Day Great Wall Marathon (1) Great Wall Marathon (2) Gala-Dinner


Am 13.05.2014 um 17:30 Uhr startete das große Abenteuer China / Great
Wall Marathon.
Nach etwas mehr als 9 Flugstunden brachte uns der A 380 in eine völlig
andere Welt.
In den nächsten 10 Tagen erwartete uns Peking, Jixian, Great Wall
Marathon, Xian, die Terra Cotta Armee und Shanghai.
Am zweiten Tag ging es um 5:30 Uhr los zum Inspection-Day  auf die große
Mauer in die Region Huangyaguan.  Nach ein paar Infos
zum Ablauf am Race-Day und Streckeninformationen ging es mit dem Bus zum
"The entrance of the Great Wall" Es wurde der komplette
3,8km lange Mauerabschnitt besichtigt, der von den Fun Läufern und den
Halbmarathonis einmal überquert werden muß. Die Marathonis müssen
bei km 34 noch ein zweites mal  über die große Mauer. Nachdem wir
gesehen hatten, was uns erwartet hatten wir noch mehr Respekt vor diesem
Marathon.
Den Tag vor dem Marathon nutzten wir nicht zum Ausruhen sondern
besichtigten die Gräber der Qing Dynastie.
Samstag 17.05.2014, der große Marathon Tag, Wake Up Call 4:00 Uhr ,
Hotel auschecken, Frühstücken und um 5:30 Uhr ging es los zum Ying Yang
Square.
Der erste Startschuß fiel um 7:30 Uhr, der letzte um 8:00 Uhr, dann
waren alle 2000 Läufer auf der Strecke.
Marathon: 435 M / 257 F, Halbmarathon: 556 M / 561 F, 8k: kann ich
leider kein Daten finden.
Die Strecke führte raus aus der Festung entlang der 5km langen
Bergstraße direkt hoch zum Eingang des 3,8km langen Mauerabschnittes,
der im Ying Yang Square endet. Von dort aus ging es dann
hinaus in die malerische und naturbelassenen chinesische Provinz
Tianjin. In den Dörfern hatten die Einheimischen eine Menge Spaß mit den
Verrückten die hier Marathon liefen, die Kinder hatten
hello, nice to meet you gelernt und wir Läufer konnten sie mit einem
herzlichen  Ni Hao begrüßen.
Nach ca,  34km erreichte man wieder The Fortress, von dort aus ging es
ein zweites mal über die Mauer, und der Abschnitt in umgekehrter
Richtung hatte es mächtig in sich.
Dieser begann mit einer Steigung die einen die letzten Körner aus den
Beinen zog und es wurde nicht besser. Ein großer Teil der Läufer
krabbelte auf allen vieren, rückwärts die Stufen hoch oder  blieben
unterwegs einfach nur erschöpft Sitzen. Der letzte Streckenabschnitt
ging dann wieder 5km die Bergstraße entlang, aber diesmal nur Bergab
Richtung Ziel. Hat man die Mauer bezwungen konnte man sich locker ins
Ziel rollen lassen und einen gigantischen Einlauf in den Ying Yang
Square genießen! Bis 16:30 Uhr brachten Busse alle Marathonteilnehmer
zurück in ihre Hotels nach Peking.
Der Great Wall Marathon ist eine Veranstaltung des dänischen
Reiseveranstalters Albatross Travel. Unter Adventure Marathon richten
sie sechs Marathons weltweit aus. (The Great Wall/China, The big
Five/South Africa, The Scandinavian Adventure Run/Norway,Sweden,Denmark,
The Petra Dessert/Jordan, The Polar Circle/Greenland, The Bagan
Temple/Myanmar)
http://www.youtube.com/channel/UCkWP4xqorfOLMNmCi39ryIA/videos
Es war wirklich eine logistische Meisterleistung was die Dänen da auf
die Beine gestellt haben!!! Alles verlief Reibungslos und völlig ohne
Probleme.
Wir lernten viele Läufer aus der ganzen Welt kennen und verbrachten zum
Teil die gesamten 10 Tage mit ihnen.
Wieder zurück in Peking ging es am nächsten Tag weiter um die große Welt
kennen zu lernen.  So weit uns die Beine trugen, besichtigten wir wie
die Weltmeister "the forbidden city", "tempel of heaven" und den
Tian'anmen Platz. Am Abend stieg dann noch die große Great Wall Marathon
Dinner Gala bei der alle Teilnehmer ihren "Sieg" über die große Mauer
feierten und die Erstplatzierten geehrt wurden.


Marathon:http://results1.ultimate.dk/gwm2014/marathon.pdf ,

Halbmarathon: http://results1.ultimate.dk/gwm2014/halfmarathon.pdf


Montag früh setzten wir die Reise fort, ein Flieger der Chinese Eastern
brachte uns in 2 Stunden  in die Kleinstadt Xian (9 Millionen Einwohner
;-)  ). Dort besichtigten wir die Stadtmauer, die große Wildganz Pagode
und die weltberühmte Terra-Cotta-Armee. Am Abend besuchten wir in der  
Shaanxi Oper eine Tanzvorführung zum Thema Tang Dynasty.
Last stop, Shanghai die letzten drei Tage unseres China Abenteuer, was
für ein unterschied zu Peking. Die moderne pulsierende Großstadt
Shanghai  und Peking wo es scheint, dass die Zeit stehen geblieben ist.
In Shanghai liegt die Moderne, das Altertümliche und die Armut sehr nahe
beieinander.  Freitag Abend 23:30 Uhr hob die Lufthansa Richtung München
ab........
Fazit: Ein großartig organisierter Marathon in einer faszinierenden
völlig anderen Welt

-----------------------------------------------------------------------------------------

Bericht aus der Main-Post vom 24.04.14

Matthias Krah meistert Ultra-Lauf über 112 Kilometer

Matthias Krah vom TV Bad Brückenau war beim Ultra-Lauf auf Mallorca der beste Deutsche. Die 112 Kilometer waren ein Erlebnis.

112 Kilometer. 4500 Höhenmeter. Am Stück. Zu Fuß. Matthias Krah ist Richter am Verwaltungsgericht in Würzburg, das Urteilsvermögen des 29-Jährigen entsprechend intakt. "Das war trotz der Anstrengung eine großartige Erfahrung. Als wir beim Rückflug noch einmal einen Blick auf das Tramuntana-Gebirge werfen konnten, wäre ich am liebsten direkt noch einmal gestartet", sagt Matthias Krah, der das Ziel nach 14:40 Stunden erreicht hatte. Auf Gesamtplatz 21 und als bester Deutscher unter den 450 Läufern, von denen 280 den "Ultra Serra de Tramuntana" beendeten.

Ein Abenteuer, das der Sportler vom TV Bad Brückenau akribisch angegangen war, ähnlich der Vorbereitung auf einen Marathon. Bis zu 35 Kilometer waren die Übungsläufe lang, mit gesteigertem Tempo zum Ende hin. "Häufig war ich in der Rhön unterwegs. Mit der Milseburg oder der Wasserkuppe als Ziel, um Höhenmeter zu sammeln", sagt der Fuldaer, der den Saaletal-Marathon in Ramsthal als finalen Testwettkampf bestritt - und gewann. Um sich zu akklimatisieren, wurde der Flug auf die Ferieninsel einige Tage vor dem Start gebucht.

Der Streckenverlauf, im Wesentlichen identisch mit dem Fernwanderweg GR 221, führte von Andratx im Südwesten der Insel über Extellences, Valdemossa, Deia, Soller, dem Cuber Stausee und dem Kloster Lluc nach Pollenca. Also quer durch das Tramuntana-Gebirge, einem Unesco-Weltkulturerbe. Ein Bericht im "Trail-Magazin" hatte das Interesse geweckt, "zumal ich im Juni im Urlaub auf Teilstücken der Strecke zum Wandern unterwegs war. Da das sehr schön war, reifte der Entschluss, am Ultra Mallorca teilzunehmen". Begleitet wurde der Jurist von seiner Partnerin, die an den Kontrollstellen "eine große mentale Stütze" war.

130 Euro betrug die Startgebühr des hervorragend organisierten Laufs mit vorbildlicher Streckenmarkierung und reichhaltig bestückten Verpflegungspunkten. Lauf-Utensilien gab es obendrauf. Pathos pur war der Start Punkt Mitternacht an der Festung in Andratx zu Verdis Klängen des Gefangenenchors aus der Oper Nabucco.
Eine Zeit von etwa 15 Stunden hatte sich Matthias Krah vorgenommen, der nach Gefühl laufen und bloß nicht zu schnell starten wollte, "um niemals in den roten Bereich zu kommen". Magenprobleme nach nur 20 Kilometern schufen erste Probleme. "Ich bekam nur Cola und Wasser runter. Nach 45 Kilometern wurde es aber zum Glück besser", erinnert sich Krah, der zweimal stürzte, Abschürfungen davontrug.

Positive Eindrücke ließen die Schmerzen vergessen. Die Lichterketten zum Beispiel, die die vielen Läufer mit Stirnlampe in den Nachthimmel projezierten. Oder der großartige Sonnenaufgang am Gipfelgrat des Teix-Massivs. Dazu die Anfeuerungs-Rufe der vielen Zuschauer, die nicht müde wurden, um die Läufer mit einem "Vamos", "Animo" oder "Venga" zu unterstützen. "Mental kam ich gut zu Recht. Ich orientierte mich zum einen an den Kontrollstellen, die jeweils Zwischenziele für den Kopf markierten, zum anderen an den im drei großen Anstiegen mit jeweils ca. 900 Höhenmetern, die die Strecken in mehrere Abschnitte für den Kopf aufteilten" sagt Krah, der auch immer wieder mit anderen Läufern ins Gespräch gekommen war. "Bei den Ultra-Läufern ist der Zusammenhalt besonders groß. Gerade in der Nacht ist Gesellschaft auch sehr angenehm."

Mit dem Rückflug begann die Regeneration. Zehn Tage Lauf-Verbot hat sich Matthias Krah verordnet, um Muskeln und Bändern die verdiente Erholung zu gönnen. Dazu viel Obst, Gemüse und eiweißreiche Ernährung. Es soll nicht die letzte Extrem-Erfahrung gewesen sein. Am 21. Juni will der Ausdauer-Spezialist den Zugspitz-Ultratrail in Angriff nehmen. Über hundert Kilometer und 5420 Höhenmeter. Die kürzere Variante über 69 Kilometer kennt der Wahl-Würzburger aus dem Vorjahr. Mit einer faszinierenden Landschaft, einem anspruchsvollen Gelände und der gewaltigen Kameradschaft unter den Läufern. Archaisch irgendwie. Und packend.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Erfolgreiches Traillaufdebüt für Frank Schwehla

 

Himmelstadter beim Traillauf-Event Viking Keep on Running in Alzenau erfolgreich

 

 

Alzenau 

Nach der Premiere im vergangenen Jahr, wurde das dreitägige Traillaufevent "Keep on Running" nun zum zweiten Mal ausgetragen. Hierzu fanden sich auch Läufer aus dem europäischen Ausland ein. Erstmals wurde in diesen Jahr nun auch ein Base-Trail mit kürzeren Strecken angeboten. Hierfür entschied sich der Himmelstadter Frank Schwehla bei seinem Traillaufdebüt.

Die Veranstaltung startete am Freitagabend auf dem Marktplatz im unterfränkischen Alzenau mit dem City-Night-Sprint über 2,5 Kilometer. Hier wurden die Läufer im 10-Sekundentakt einzeln auf die Strecke geschickt. Auf dem Kurs waren etliche natürliche wie auch künstliche Hindernisse eingebaut. So führte der Weg zum Ziel, vom Marktplatz aus, durch eine Tiefgarage hoch zur Alzenauer Burg, am Rande des Burgberges ging es dann mehrmals den Hang hinauf und herunter, auf dem weiteren Weg zurück in die Innenstadt musste gar ein kleiner Bach übersprungen werden. Wo keine natürlichen Hindernisse vorhanden waren, wurden den Läufern Strohballen oder Holzstämme in den Weg gelegt. Schwehla, der im Trikot des TV Bad Brückenau an den Start ging, finishte als Schnellster der Base-Trail-Starter nach 9:02 Min.. Bei der folgenden Siegerehrung in der alten Post bekam er dann auch das Trikot des Führenden in der Gesamtwertung übergestreift.

Am Samstag stand der schwierigste Lauf des Events auf dem Programm. Die 13,2 Kilometer lange Hahnenkamm-Trail führte von Alzenau über den Hahnenkamm nach Mömbris. Hierbei musste das Läuferfeld einen Höhenunterschied von 520 Metern bewältigen. Schwehla ging mit 20 Sekunden Vorsprung auf den potientiell stärksten Gegner, Mathias Schink vom SV Marjoss, einem erfahrenen Trailläufer und mehrfachen Hessischen Meister im Crossbiathlon an den Start. Zu Anfang des Laufes, der über verschlungene Pfade durch den Spessart führte, gelang es dem Himmelstadter bei den ersten Steigungen sogar sich leicht von Schink zu lösen, doch die Vielzahl der Höhenmeter gerade auf der ersten Hälfte des Parcours führten bei dem 40-jährigen Schwehla zu einem Einbruch. Schink hingegen meisterte ohne sichtliche Probleme jeden noch so steilen Abschnitt, egal ob dieser über eine Mountain-Bike-Strecke führte oder einfach über eine grüne saftige Wiese. So überholte er auch Schwehla und konnte seinen Vorsprung bis ins Ziel auf über 80 Sekunden ausbauen. Schwehla auf Platz zwei liegend, musste sich gar zum Ende des Laufes den Attacken des 24-jährigen Lokalmatadors Jens Bott erwehren. Jedoch konnte Schwehla noch einmal seine Kräfte sammeln und so verwies er den Mömbriser Bott mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 3. Schink übernahm jedoch nun mit 1 Minute Vorsprung das Leader-Trikot des Himmelstadters.

Da sich Schink, Schwehla und Bott in der Gesamtwertung nun deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt hatten, bahnte sich nun für den abschliessenden Lauf am Sonntagmorgen, dem Kahlgrundtrail, ein spannender Dreikampf um die jeweiligen Podiumsplätze an. So kam es dann auch. Das Trio setzte sich auf den flachen ersten 2 Kilometern, des 12,8 Kilometer langen Trails schon deutlich vom Feld ab. Nun begann das Taktieren. Keiner der Läufer wollte durch ein zu hohes Tempo seine Kräfte unnötig verschleudern. Schink lief in dieser Phase immer am Ende der kleinen Gruppe, während Bott versuchte das Tempo dann doch nicht zu langsam werden zu lassen. Nachdem das Trio einige schwer zu laufende Passagen mit tiefem Sand bewältigt hatte und sich nun wieder auf kleinen Pfaden im dichten Wald des Spessarts befand, erhöhte Bott bei einem der unzähligen kurzen, aber sehr steilen Anstiegen schlagartig das Tempo. Schwehla und auch Schink konnten ihn aber schon nach wenigen Metern wieder einholen. Kurz darauf erreichte das Spitzentrio dann bei Kilometer 6 den höchsten Punkt der Strecke. Hier war es dann Schwehla der die darauf folgende lange Bergabpassage nutze um noch seine letzte Chance auf den Gesamtsieg zu wahren. Er erhöhte das Tempo und konnte sich sehr schnell von seinem Verfolgerduo lösen. Während Bott sich nun aus dem Dreikampf verabschiedete, gelang es Schink auf dem folgenden verschlungen Trail entlang eines Waldbaches wieder an Schwehla heranzulaufen. In Anerkennung der gegenseitigen Stärke und des nun nicht mehr anfechtbaren Endklassements liefen die zwei Athleten, soweit es die Strecke zulies, nun Schulter an Schulter in Richtung Ziel, dem Marktplatz in Alzenau.Hier lies der Gesamtsieger Schink dem Himmelstadter Schwehla dann beim Überqueren der Ziellinie den Vortritt, Bott folgte 2 Minuten später auf dem dritten Platz. Frank Schwehla konnte sich bei der späteren Siegerehrung auf dem gut gefüllten Marktplatz dann nicht nur über den Tagessieg und somit seinen ersten Sieg bei einem Lauf dieser Art überhaupt freuen, der Traillaufdebütant belegte am Ende den zweiten Platz hinter dem 47-jährigen Mathias Schink. Es folgte Jens Bott auf Platz 3

 

Ergebnisse unter: http://www.keep-on-running.com/

 

Bericht der Main-Post

 


30.03.2014 Marathon Deutsche Weinstraße Bockenheim

Ein Bericht von Ute Covell

 

Bilderserie


Am 30.03.2014 fiel zum 9. mal der Startschuß für den Marathon Deutsche Weinstraße in Bockenheim.
Pünktlich um 10.00 Uhr starteten bei strahlenden Sonnenschein rund 3400 Läufer (656 M/162 W Marathonis und 1328 M/ 760 W Halbmarathonläufer) mit dem Hit von Right Said Fred, Stand Up (For the Champions). Aufgrund der Nähe zu Kaiserslautern und der Grenze zu Frankreich waren sehr viele Amerikaner und einige Franzosen am Start.

Die Strecke geht aus Bockenheim raus auf die Deutsche Weinstraße durch Weinberge und kleine Weinorte. 
Die beiden Distanzen haben ein bisschen was an Höhenmeter (M 495 m / HM 240 m) allerdings stellt es für geübte Läufer aus M(W)ainfranken keine große Herausforderung da.

Am Vortag kann per Bus und mit Weinverkostung die Marathonstrecke besichtigt werden.
Jeder Läufer erhält einen Nylon-Kleiderbeutel und eine Flasche Riesling mit seinen Startunterlagen.
Ohne Wein können die Pfälzern wohl nicht, deshalb gibt es außer der Verkostung am Vortag und dem Fläschchen im Läuferbeutel auf der Strecke noch Rieslingschwämme, Wein und Weinschorle. Marathonis kamen noch in den Genuß eines Rieslingnebels den man im Normalfall nur mit Wasser kennt
Wie es sich zu einem guten Wein gehört, gibt es Unterwegs auch noch ein "Worschdbrot" dazu.
Jeder so wie er es mag!  Mahlzeit !
In der Zielverpflegung kann man sich dann noch weiter am Wein erfreuen, Prost!

Auf der Strecke und im Ziel  gibt es für die nicht so Marathonrieslingerfahrenen Läufer durchaus noch reichlich Getränke und Obst. Die Streckenverpflegung wird schon frühzeitig auf der Strecke angekündigt und es kann Eigenverpflegung abgegeben werden.

Der Marathon ist wirklich sehr gut organisiert, es stehen in Monsheim und Grünstadt genügend Parkplätze zur Verfügung. Im 15 Minuten Takt fahren von den Parkplätzen und dem Bahnhof Grünstadt die Shuttelbusse zum Bahnhof von Bockenheim. Von dort aus sind es nur noch fünf gemütliche Gehminuten bis zum Start. Der Rücktransport ist auch völlig unproblematisch, da fahren alle 15 Minuten die Busse zu den Parkplätzen und Bahnhof zurück. Die Parkplätze sind von der Autobahnabfahrt sehr gut ausgeschildert, sodass man nicht lange danach suchen muss.

Alle zwei Jahre dürfen die Läufer über die Deutsche Weinstraße laufen, ich freu mich schon auf 2016

Noch ein kleiner Tipp, Bockenheim liegt im Verkehrsverbund Rhein Neckar, wer nicht die 215km mit dem Auto anreisen möchte kann sehr günstig mit der Bahn dorthin fahren, da Würzburg Endbahnhof Verbund Rhein Necker ist.


Für weitere Infos, www.vrn.de und www.marathon-deutsche-weinstrasse.de

29.03.14: Ramsthal, 5. Saaletal-Marathon
Ein Bericht von John Stackmann (LG Erlangen)

Endlich hatte ich die Gelegenheit, an diesem kleinen und feinen Landschaftsmarathon teilzunehmen, der mir schon mehrmals empfohlen worden war. Denn der diesjährige Termin war nicht am gleichen Samstag wie der Winterwaldlauf, bei dem ich als "Capo" natürlich unabkömmlich bin. Ganz schön gewagt, denn ich hatte nicht mein sonst übliches Marathon-Training durchgezogen, eigentlich gar keins bis auf die zwei Longjoggs jeweils eine Woche nach den letzten zwei 10ern der Coburger Winterlaufserie. Selbst beim Winterwaldlauf hatte mich die Orga so geplättet, dass ich den kurzfristig geplanten 30er von Sonntag auf Montag verschieben musste
. Und der war (erst) 5 Tage vor dem Marathon noch sauanstrengend und gar nicht verheißungsvoll. Ich musste mich also voll auf meine Marathon-Gene, die Form vom letzten Herbst und die letzten 4 Tage der unmittelbaren mentalen Vorbereitung verlassen. Erstes Ziel war, einfach locker durchzulaufen und Frank zu treffen. Dann bestenfalls unter 3:40 zu finishen und beim nicht sehr stark besetzten Marathon (Unterfränkische Meisterschaft ?!) die AK zu putzen.
Die mentale Vorbereitung klappte 1a, denn ich stand unter keinem Druck und wurde sogar von meiner Frau hin-chauffiert. Der warme Frühling verzauberte alles, die Vorfreude auf Frank und den neuen Marathon stimulierten mich zusätzlich. Kurz nach 10 Uhr starteten weit über 400 durch den grünen Start/Zielbogen einer Gesundheitskasse erwartungsvoll auf die drei Strecken 10 km, Halbmarathon und Marathon. Bald nach dem Start aus dem Tal des Weinorts hatte der Frühlingswind meinen Vorsatz, nur locker durchzulaufen, weggeblasen. Schon bei dem heftigen Anstieg mit 135 HM bis auf km 5 konnte ich nicht widerstehen und eilte viel zu schnell nach oben. Dann folgten bis zum Trennpunkt von den "Halben" bei km 17 in Euerdorf sehr schöne abwechslungsreiche Abschnitte mit Straßen, Feld/Waldwegen und Trails, auf denen ich zwar meinen Rhythmus fand, aber auch spürte, wie die Beine durch zu hohes Tempo beim ständigen Auf und Ab immer fester wurden. Fast wäre ich geradeaus mit den "Halben" gelaufen, aber nichts da - keine halben Sachen! Das Abbiegen nach rechts über die Steinbrücke nahm mir komplett das Tempo raus, ich erwischte zuvor einen Becher, in dem gerade mal ein winziger Schluck Iso war und das Powerbar-Gel klebte mir bei der folgenden langen Steigung und bis zur Klosterruine Aura im Mund. Direkt nachdem der Weg über Rasen unter eine Brücke (Fränkische Saale) führte, war hinter dem Brückenpfeiler die nächste Verpflegungsstelle versteckt. Hier konnte ich endlich die klebrigen Reste runterspülen und neue Kraft tanken. Und auf der Straße am Fluss entlang fand ich wieder mein Tempo und überholte wieder. Auf langen Geradeausabschnitten auf Straße, Wirtschaftswegen und Wiesentrails, durch einen Fußgängertunnel und immer wieder (teils steil) rauf und runter hielt ich noch gut durch bis km 35. Die Fußsohlen brannten, meine Beine begannen wegzusacken, Gegenwind, aufwärts und ab km 38 ging eigentlich nichts mehr (siehe Gedicht rechts).
Auch wenn mein km-Schnitt exponentiell hochschnellt, laufe ich weiter, beiße mich durch und bleibe erst nach dem Zielbogen stehen. Schnell bin ich wieder erholt, als 13. und 1. M60er weit unter 3:40 geblieben und verabschiede mich zufrieden von Frank! [John]
Sommer, Saale, Sonnenschein,
es quält sich sehr des Läufers Bein.
Schlapp & schleppend, Schritt um Schritt,
nur noch der Wille zieht es mit.
Keiner sagte, es wird leicht -
alles sagt mir jetzt: es reicht!
Doch nun beginnt der Marathon:
Beine, lauft zu, ihr könnt es schon!
JoRa
John schleicht ins Ziel.
(Foto Sitzmann/ Fourrunners)

Der Saaletal-Marathon/  Ramsthal, 30.03.14

Ein Bericht von Tom Klossek

 

Wer es noch nicht weiß, auch im schönen Saaletal kann man Marathon laufen. Muss man zwar  nicht, kann man aber. Oder man sollte es. Egal wie, der Saaletal-Marathon im Herzen der bayrischen Rhön, im wunderschönen, unterfränkischen Saaletal ist immer wieder ein toller  Anlauf um in den Frühjahrstrott  zu kommen.

Schon zum 5. Mal fand er am letzten Samstag im März statt und ist immer wieder ist er eine ganz besondere Herausforderung.

Wenn es nicht die Berge sind, sind es eisiger Wind.  Ist es eisiger Wind nicht, ist es der mit über 20°C  bisher wärmste Tag im Jahr. Sind es die 20°C nicht, ist es die Achillessehne. Wer hat die überhaupt erfunden? Hätte eine Kugelschreiberfeder nicht auch gereicht? Egal.

Um 10 Uhr fällt der Startschuss, daher reicht es völlig um 9 Uhr aufzukreuzen. Der Andrang hält sich in Grenzen, das Feld ist überschaubar und da stellt sich mir schon immer die Frage, warum?

Vielleicht weil es keine Rekordstrecke ist? Weil nur etwa gefühlt 345 Zuschauer an der Strecke stehen und anfeuern? Weil es keine Tempomacher mit bunten Luftballons gibt? Weil es keine  nervigen, ellenlangen Reden sämtlicher Stadt- und Landräte gibt? Weil im März noch keiner Marathon laufen will?

Alles Käse.

Gut mehr Zuschauer gibt es wirklich nicht, auch keine bunten Luftballons, es gibt keine Plastiktoilettenhäuschen, braucht man auch nicht, die Toiletten im Sportheim von Ramstahl reichen dicke, außerdem stehen entlang der Strecke 728.435 Bäume aller Arten, Formen und Farben.          Es gibt auch keine Startblöcke und Blockstarts. Bei etwa 400 Startern auf der 10km, Halbmarathon- und Marathonstrecke ist das auch nicht notwendig.

Dafür aber  gibt es beim Saaletalmarathon eine der schönsten Laufstrecken Deutschlands, man trifft viele Freunde und Bekannte, es gibt leckeren Kaffee  und Kuchen, kostenlose Massagen und garantierten Muskelkater.

Mein e Vorbereitung in Kurzform, interessiert ja eh keinen: Nach dem Houston-Marathon Mitte Januar zurück ins Tempotraining gekehrt / daraufhin gleich die  Achillessehe entzündet – konnte ihn eh nie leiden, den unverwundbaren Griechen / Marathontraining im Keller auf dem Heimtrainer fortgesetzt, es gibt wohl kaum was schöseligeres / kiloweise Salben geschmiert, pfundweise Schüsslersalze gefuttert, tausende von Stoßwellen ertragen / graue Haare erlitten auf dem Blick auf den Kalender, denn der Tag X rückte näher / Kinesio Tape?  Was macht man nicht alles als Läufer um auf den vorbereiteten Marathon vorbereitet zu sein, auch wenn man nicht vorbereitet ist? Richtig man geht an den Start, denn nur die harten kommen in Garten, so auch in Ramsthal.

Kinesiotape rum, Thrombosesocken , im Fachchargon auch Kompressionsstrümpfe  genannt, drüber, damit man die Tapes nicht sieht, sind die meist, oder in meinem Fall in der Regel rosafarben. Eine ibu eingeworfen …. ui ui ui, bloß nicht, da lieber mit Rotebeete-Saft probieren, dann steht doch einem Start nichts im Wege.

Dass es keine gute Marathonzeit geben wird, war mir schon im Vorfeld klar, es fehlten schließlich die entscheidenden, letzten 4  Trainingswochen, aber ich wollte unbedingt starten, und wenn es nur einfach ein langer Trainingslauf mit Gehpausen wird, wollte wieder einige  Lauffreunde  treffen, an einem verstorbenen Laufkollegen gedenken und einfach die wunderschöne Strecke genießen.

Gut, im vergleich zum Vorjahr, als heftig kalter Wind  uns Kurzhosenläufern Flagge zeigte, wurde es am letzten Samstag ein angenehmer Lauftag.

Nach dem Startschuss, AC/DC-sound gab es nicht, führt die Strecke zunächst durch das Örtchen Ramstahl und dann direkt, garstig, fast bösartig in Richtung Himmel, also ziemlich bergauf. Oben angekommen wird einem dann die Faszination „Saaletal-Marathon“ klar, denn die Aussichten sind traumhaft, teilweise gewaltig. Es geht, durch Wald, auf Feldwegen, über Stock und Stein, sogar Treppenstufen hinunter. Etwa 500 Höhenmeter kommen zusammen, es geht an Ruinen vorbei, an Kuhweiden, durch hübsche kleine Ortschaften, wo die ansässigen Feuerwehren, Bereitschaften und Einwohner ihr bestes geben um die Strecke zu sichern, den richtigen Weg zu zeigen und natürlich uns Läufer mit allem wichtigen zu versorgen.

Ich war schon zum 4. Mal in Folge am Start, nur in diesem Jahr war wirklich mehr „Aussicht genießen“  wie sonst, denn Achilles machte jeden Anstieg zur Qual und an laufen oder joggen war teilweise nicht zu denken, also gehen angesagt.  Die Strecke teilt sich 2 x und das rechtzeitig, also abbrechen oder verkürzen war möglich, sprich auf die 10 km Distanz auszuweichen oder dann auf den Halbmarathon, aber das kam für mich nicht in Frage, zu sehr hab ich mich auf diesen Lauf gefreut. Die geplanten Zielzeiten schwanden Kilometerweise. 4 Stunden, nö. 4 Stunden 15, nö. 4 Stunden 30, nö … Dann wenigstens unter 5 bleiben und den Marathon als Trainingslauf  titulieren, aber wenigstens die tolle Atmosphäre, die Landschaft, die Strecke genossen zu haben, das war mir wichtig.

Die Finishermedaillie nahm ich dennoch voller stolz in Empfang, genoss die heißen Duschen, den leckeren heißen Kaffee danach, die Massagen hab ich promt vergessen und konnte mich dennoch über einen Altersklassentitel freuen.

Also eines steht fest, nächstes Jahr geht es wieder nach Ramsthal, ob mit Achilles oder ohne.

 

Tom Klossek

31.03.2014

Houston Marathon, 19.01.2014

Ein Bericht von Tom Klossek

Ergebnisse

Marathon laufen? Muss man nicht, kann man aber. Eigentlich klingt es bescheuert, 42,195 km am Stück zu laufen, obwohl es S-Bahnen, Busse und Taxis gibt.

Man kann aber auch zwei Marathons laufen, und das innerhalb von 10 Wochen, klingt zwar noch bescheuerter, und zwar ausgesprochen bescheuert, aber das Suchtpotential ist eben sehr groß.

 Und unverhofft kommt oft und so bekam ich die Gelegenheit, direkt nach dem Abenteuer „New York“, ein weiteres zu erleben und zwar dieses Mal in Texas. Ich habe zwar noch nie von diesem Marathon dort gehört, es gibt ihn aber schon seit 1972, den Chevron Houston Marathon. Also lassen wir die geplante Regeneration nach dem New York Marathon einfach bleiben und steigen direkt wieder ins Training ein, was zwar wiederum bescheuert ist und bescheuerter es gar nicht mehr geht, aber ….. lassen wir das.

Der Haken, das elende Wintertraining. Die elenden, bescheuerten langen Läufe. Bescheuerter Wind, bescheuerter Regen, Glätte, Kälte, Nässe, alles auch bescheuert, alles schwerer, alles nervig. Bescheuert eben, doch das Ziel ist das Ziel.

 Eine Zeit von 3:50 Stunden hatte ich mir vorgenommen, sollte auch möglich sein. Vielleicht sogar knapp darunter.

 Start war um 7:00 Uhr. 30 Minuten vorher stand ich in dem mir zugeteilten Corral A, der um 6:40 geschlossen wurde, also noch genügend Zeit um eines der zahlreichen Plastiktoiletten aufzusuchen. Oh, wie ich diesen letzten Toilettengang liebe. Es war ja noch dunkel, dennoch traute sich kaum einer zum „wildpinkeln“, führte es doch zur Disqualifikation. Die Spannung stieg, die Läuferschar tippelte aufgeregt auf der Stelle, rückte die Kompressionssocken zurecht, ein letzter Blick auf die Startnummer, alles gerade? Schnürsenkel doppelt gebunden? GPS-Empfang vorhanden? Nochmals Facebook-Status geprüft? Die Luft war kalt, um diese Zeit noch um die 4 Grad °. Die Spannung stieg.

Als dann „The National Anthem“ zum Besten gegeben wurde stand alles still, rechte Hand aufs Herz. Durfte ich das überhaupt auch? Als Nichtamerikaner? Und evangelisch? Dieser Nationalstolz, einfach beeindruckend. Als die Hymne lief, natürlich live gesungen, durchfuhr es mich durch Mark und Bein, atemberaubend, ergreifend, schon wieder stand ich mit Tränen in der Menge. Ein Wahnsinnsgefühl.

Der Startschuss ertönte und die Masse kam in Bewegung. Corral B, C und D wurden direkt jeweils im Anschluss geöffnet.

Der zunächst relativ flache Kurs startet vor dem Minute Maid Park in unmittelbarer Nähe desGeorge R. Brown Convention Centersund verläuft noch zusammen mit den Halbmarathonis bis etwa Meile 8, dann wurde das Feld dünner. Aber dünner wurde auch die Luft nach oben, denn die geplante Zielzeit schien unerreichbar zu werden. Bei Kilometer 15 lag alles noch im Rahmen, knapp 1:20 Std. aber ab dann konnte ich das Tempo vor Müdigkeit nicht mehr zu halten. Wars doch zuviel? Jetlag? Die Temperaturen betrugen nun auch um 20 Grad°. Egal, aussteigen geht nicht !!! Ich bin doch nicht bescheuert.

Glücklicherweise war man nicht allein auf der Piste. Mitstreiter klopften einem auf die Schulter und zogen einen mit: „come on …“, aber auch die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke pushten wie es nur ging. „Beer is waiting after the finish line“,“Keep Running, you look good” oder „Go, Tom Go!” und abklatschen war ein Muss. Auf Schildern war zu lesen: “Making this sign was hard too“, “You`re Kicking ASSphalt”oder „Worst parade ever“. Da musste man wenigstens noch ab und zu schmunzeln.

Aber unter vier Stunden war das “finish” nun nicht mehr zu erreichen, das stand fest, aber ich sollte es erreichen und als bei Kilometer 35 endlich wieder Houston`s Skyline zu sehen war, war Licht am Ende des Tunnels. Diese letzten Kilometer vergingen dann wie im Flug, ich konnte sogar ein paar Überholmanöver vornehmen. Kam jetzt erst das „Runners High“? Recht spät würde ich sagen, wie bescheuert ist das denn? Auf der letzten Meile stießen wir dann wieder auf die Halbmarathonis, von denen tatsächlich noch einige auf der Strecke waren. Ich dachte hier auf meine Frau zu treffen, die erstmals überhaupt an einem Wettkampf teilnahm und das gleich auf die Halbmarathondistanz. Sie stand aber überraschender Weise schon längst unter der Dusche.

Ich eilte auf die Zielgerade und gab nochmal alles. 4:14:35 netto stand auf meiner Uhr als ich durch das Zieltor durchlief und voller Stolz die Finishermedaille um den Hals bekam. Wieder dieses tolle Gefühl, etwas wahnsinniges, bescheuertes geschafft zu haben. So hart es auch war, so schön war es und man freut sich doch gleich wieder auf die nächste, bescheuerte Herausforderung.

Geplant war er nicht, der Houston Marathon, geplant war nicht mal überhaupt im Januar ein Marathon zu laufen, die Eindrücke aber waren enorm, und er bekommt einen Ehrenplatz.

 Tom Klossek

 

 

New-York-Marathon / 03.11.13

Ergebnisse

Ein Bericht von Tom Klossek

 

 

Für mich war es schon immer ein Traum, zumindest einmal in die Stadt der Superlative zu reisen. Und seit ich vor ein paar Jahren begann, mir regelmäßig die Laufschuhe zu schnüren, wuchs natürlich der Wunsch dort vielleicht sogar einmal den Marathon zu laufen. Einmal durch den Big Apple, einmal über die größte Hängebrücke der USA zu laufen, einmal Frank Sinatras „New York, New York …“ beim Start zu hören, einmal unter 50.000 Sportlern aus aller Welt durch das Ziel im Central Park zu laufen, nur einmal …..

Zu meinem 40. Geburtstag erfüllte ich mir diesen Traum verbunden mit einer tollen Städtereise in die 8,5 Millionen Einwohner Stadt.

Und da mein Citytrip sicher die wenigsten interessiert und die Läuferwelt eher selbigen Traum verfolgt, hier meine Erlebnisse  für die kommende 42,195 Kilometer oder 26,2 Meilen auf heißem Asphalt „through the streets of New York“.

Gott sei dank, es regnet nicht, dafür aber ist es bitterkalt, als die Busse die Läufer im Morgengrauen zwischen 5:30 Uhr und 6:30 Uhr aus allen möglichen Hotels zum Startgelände auf Staten Island kutschierten. Insgesamt laden über 700 Busse erwartungshungrige Läuferscharen aus allen Himmelsrichtungen ab. Einlass nur mit gültiger Startnummer versteht sich.  Es waren gerade mal 2° -  3° C, etwas bedeckt und sehr windig. Die Anspannung stieg und stieg.  Kurz nach sieben Uhr erreichten wir das Startgelände am Fort Wadsworth und unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen mischten wir uns unter die Läuferschar. Ich musste ins orange Startvillage, blau und grün gab es noch, ich startete in der ersten von vier Startwellen, Gottseidank. Doch bis dahin waren noch, oder nur zweieinhalb Stunden Zeit. Der Wind am Fort Wadsworth blies heftig und ließ die gefühlte Temperatur weiter  fallen. Das Zelt war natürlich schon voll, also versorgte ich mich mit Kaffee und Bagels und saß meine Zeit auf einem Bordstein und einer „Hollister“-Tüte ab, windgeschützt in Folie eingepackt muss ich ausgesehen haben wie ein Penner. Die Zeit verging wie im Flug.

Drei Ziele habe ich mir für den New York City Marathon gesetzt:

1. Ankommen, und das möglichst  unter 4 Stunden

2. Genießen und 

3. Es in die New York Times schaffen (denn dort werden am Montag danach alle Finisher unter 4:30h namentlich erwähnt)

Um 8:10 Uhr öffneten dann die „Corrals“ der ersten Startwelle, die um 8:55 wieder schlossen und wir dann direkt zum Start marschierten.  Ein Wahnsinnsgefühl, vor mir ragt die Verrazano-Narrows-Bridge auf, in der Ferne spiegelte sich schon die Morgensonne in den Glasfassaden Manhattans. Das Adrenalin lief mir fast aus Ohren und Nase. 1.700 Dixie`s standen verteilt in den Startvillages, nur jetzt an der Brückenrampe keines mehr. „Wildpinkeln“ führt zur Disqualifikation, es war also zusammenzwicken angesagt.

9:10 Uhr, Start des Elitefeldes der Frauen, unter ihnen unsere „Mocki“, die nach 2:27 min als siebte das Ziel im Central Park erreichte, aber soweit war es noch nicht. Dann endlich „The Star Spangled Banner“, die amerikanische Nationalhymne  und die ersten Tränen standen in meinen  Augen vor Glück ? Vor Aufregung? Vor Freude? Ich bebte förmlich und stand total unter Strom, so ein geniales Gefühl war das.

9:40 Uhr, Start der ersten Welle durch einen Kanonenschuss, auf den ich jetzt 4 Jahre gewartet hatte und es ertönt Frank Sinatra aus den Lautsprechern „Start spreading the news  I am leaving today I want to be a part of it New York, New York …..“

Die Masse kommt in Bewegung, das Getappel tausender Laufschuhe und die Hubschrauber der NYPD waren zu hören, wärmende Pullover und Mützen flogen noch über das Feld und während dem Überschreiten der Startlinie löste sich die Anspannung, ich konnte aber immer noch nicht glauben jetzt den legendären New York City Marathon zu laufen.

Über 4 km ist die Verrazano Brücke lang, entsprechend steil ging es erstmal bergauf, der Ausblick aber war atemberaubend.  Zum richtigen Tempo fand ich  erst nach etwa 4 Meilen auf der schnurgeraden 4th Avenue in Brooklyn. Tausende von Zuschauern treiben einen an,  alle paar Hundert Meter eine Band, Trommeln, Glocken und Anfeuerungsrufe, wie „Go, germany, Go“, „Angie loves you“ , „Go ahead“ und „ Tom, you looks great“  trieben mich an.  Dadurch lief ich deutlich zu schnell und die geplanten Zwischenzeiten, die ich mir an mein Armgelenk gebunden hatte, waren schon hinfällig.

Inzwischen zeigte sich die Sonne, es wurde etwas wärmer, aber der eisige Wind fegte durch die Häuserschluchten.

Nach jeder Meile gab es einen Verpflegungsstand, mit Gatorade und Wasser und ich nutze sie eifrig. Kurz vor der berühmt berüchtigten Queensborough Brücke, die Queens und Manhattan verbindet, erreichte ich die Halbmarathon-Marke, während sich der spätere Sieger, Geoffrey Mutai, schon auf der Zielgeraden befunden haben musste. Auf der ansteigenden Brückenrampe kamen die ersten Schmerzen, das Anfangstempo konnte ich nicht mehr halten, die Muskeln ächzten. Aber das ist eben Marathon und der beginnt bekanntlich erst bei 30 Kilometern.

Auf der First Avenue ging es zunächst nach Norden in die Bronx. Die Anfeuerungen der Zuschauer ließen nicht nach, daher war an gelegentliches „gehen“ nicht zu denken. „Go, germany, Go“ hörte ich immer wieder. Jetzt dran bleiben, kämpfen, auch wenn nichts mehr geht, es sind doch nur noch paar und zehn Kilometer. „Bring it home, Tom!“ hörte ich in Harlem und „Chuck Norris never ran a Marathon“ war auf einem Schild zu lesen. Das machte mir immer wieder Mut. Ich pack das, auch wenn es weh tut. Immer wieder hatte ich Tränen in den Augen, weil ich das Ziel zwar noch nicht spürte, aber hören konnte. Im Central Park muss die Hölle los sein, dachte ich mir. Das Tempo wird geringer und geringer, irgendwann macht sich eben das zu hohe Anfangstempo bemerkbar. Ich vergaß nie, ich laufe den Marathon meines Lebens, nicht von der Zeit her, die eh eine eher untergeordnete Rolle spielte, ich darf mitlaufen, das war für mich schon ein Wahnsinns Erfolg genug.

Inzwischen ging es wieder Richtung Manhattan und ich sehe viele Läufer die geplagt von Krämpfen stehen blieben. Auch mein Körper sagte: „es geht nichts mehr“ aber der Kopf antwortete: „ muss aber!“. Die letzten Meilen versuchte ich zu genießen und  klatschte tausende Zuschauer ab, nur zum lächeln hatte ich keine Kraft mehr.

Von tosendem Applaus getragen erreichte ich dann endlich den Central Park, die letzten Meilen  – Gänsehaut. Hier war ein Höllenlärm. 3:57 stand auf meiner Uhr. Wie gerne hätte ich eine Zielzeit unter 4 Stunden. Gleich hatte ich es geschafft, aber es tat so weh und ich wollte keinen leidenden Eindruck machen, schon gar nicht beim Zieleinlauf.

Dann die letzte Rechtskurve, ein kleiner Anstieg noch, noch 300 yards, noch 200, noch 100 ich bin kurz davor, paar Meter noch, ich bin drüber, ich habs geschafft. Gottseidank.

4:01:45 zeigt die Uhr. Es ist vorbei. Überglücklich nahm ich die ersehnte Finisher-Medaille in Empfang und eine Wärmefolie. Schön, dass es vorbei ist und doch auch schade. Andere liefen schneller, andere maskiert und wieder andere jagten Rekorde. Ich habe es genossen und werden den Tag nie und nimmer vergessen, so hart es war, so schmerzhaft es war und gleichzeitig war es ein unbeschreibliches Erlebnis. So etwas zu toppen wird nicht funktionieren. Mein Traum ging in Erfüllung, aber ich werde weiter träumen, das steht fest.

 Tom Klossek

 

Staustufenlauf / Karlstadt, 11.01.14

Rekordbeteiligung in Karlstadt

So viele Läufer wie noch nie fanden den Weg zum Staustufenlauf in Karlstadt. Beim halben Staustufenlauf über 7,5 Kilometer siegte Carsten Schmidt. Zweiter wurde Christoph Spangardt von der LAV Bayer Uerdingen/ Dormagen. Mit Julian Roscher auf Platz 3 konnte sich auch ein Athlet des austragenden Vereins, der LG Karlstadt-Gambach-Lohr auf dem Podium platzieren. Bei den Damen siegte Maja Betz mit großem Vorsprung, Fourrunners-Läuferin Ute Covell belegte hier einen sehr guten zehnten Platz.

Beim Staustufenlauf über 15 Kilometer gingen 197 Läufer an den Start. Kurzfristig hatte sich auch Mario Wernsdörfer von der LG Bamberg zu einem Start entschlossen, da sein Trainingsprogramm für diesen Tag einen schnellen 15er vorsah. Mario lief von Anfang an mit seinen Lauffreunden vom TV Ochsenfurt Dominik Karl, Maximilian Kolesch und Manuel Fößel Schulter an Schulter an der Spitze des Feldes. Auf der Zielgeraden war es dann aber nur noch Dominik Karl, der dem Trainingstempo des in Würzburg wohnhaften Wernsdörfers folgen konnte, diesem lies Wernsdörfer beim Überschreiten der Ziellinie dann den Vortritt und belegte den zweiten Rang. Auf Platz 3 folgte wenige Sekunden später Maximilian Kolesch.

 Bei den Damen kommt zur Zeit keine Läuferin an der alles überragenden Laura Zimmermann vorbei. So siegte sie souverän vor Elke Vollert und Julia Roth.

 Für die Fourrunners Frank Schwehla und Alex Morschhäuser lief es beim Staustufenlauf nicht ganz so gut. Frank, der im Vorjahr hier noch seinen ersten Ak-Sieg der M40-Klasse feiern konnte, ging mit deutlichem Trainingsrückstand an den Start und schaffte es lediglich die ersten 10 Kilometer in einem ansprechenden Wettkampftempo zu absolvieren, danach wollte er locker auslaufen, jedoch fehlten ihm auf den letzten 2 Kilometern dann völlig die Körner und so musste er den Lauf weitgehendst gehend beenden.

 Alex Morschhäuser machte im Vorfeld des Laufes der strenge Winter sehr zu schaffen und so legte er etwas an Körpervolumen zu, um sich gegen die zur Zeit in Deutschland vorherrschende sibierische Kälte ausreichend zu wappnen. Warm genug war es ihm dann wohl, nur leider trug das Gewicht nicht unbedingt zu einem guten Wettkampf bei und so beendete er den Lauf auch mit folgendem Motto: "Dabei sein war alles"

 Witzige Anektode am Rande:

 Auf die Frage nach Sicherheitsnadeln wurden die Läufer bei der Anmeldung auf das in der Altstadt befindliche Turmkaufhaus verwiesen, hier könne man sich diese sicherlich käuflich erwerben. :-)))

 Erste Bilderserie online

Ein Video und mehrer Bilderserien folgen in den nächsten Tagen

Ergebnisse

Reggae Marathon / Negril (Jamaika) , 07.12.13

Are you ready for Reaggy?!

Ein Bericht von Ute Covell

                             Bilderserien
Der Lauf Impressionen

Dann los zum Reggae Marathon nach Negril/Jamaika! Der Lauf findet jedes Jahr am ersten Samstag im Dezember statt, es wird Marathon, Halbmarathon und 10k wie die Amerikaner unsere 10km Distanz nennen angeboten. Startschuß ist früh um 5:15 Uhr und zugegeben der erste Gedanke war,die spinnen wohl die Jamaikaner. Steigt man aus dem Flugzeug kommt man zu der Erkenntnis, das es wohl gar nicht so verkehrt ist mitten in der Nacht los zu laufen. Dicht gefolgt von wer zur Hölle hatte die Idee hier zu laufen ;-)

Der Läuferschar wird für ihre Startgebühr auch einiges geboten, es gibt ein Puma Shirt, einen Puma Sportbeutel und eine Pastaparty so etwas hat die Welt noch nicht gesehen. Vier Hotels stellen ihre Köche zur Verfügung die dann kochen was das Zeug hält. Es gibt unzählige Pastagerichte, Salate ,diverse Brotbeilagen und Getränke. Jeder Teilnehmer kann essen bis nichts mehr in seinen Magen passt. Spätestens jetzt merkt man auch, dass keiner nach Jamaika kommt um beim Laufen auf die Uhr zu schauen, es ist wohl die einzigste Pastaparty der Welt mit einer Cocktailbar und Hochprozentigen im Angebot. Die Teilnehmer feiern und tanzen mit Rum-Cola bis zur späten Stunde zu richtig cooler Musik.
Ab 4:00 Uhr sammelt ein Shuttel-Bus die Läufer an den Hotels ein und bringt sie zum Start der schon mit Fackeln ausgeleuchtet ist. Die ersten zwei Stunden nach dem Start sind von der Temperatur noch erträglich, durch die hohe Luftfeuchtigkeit treibt es einem das Wasser allerdings aus allen Poren. Doch auch das ist kein Problem denn auf der Strecke gibt es alle 800 - 1000 Metern eine Versorgungsstation mit Wasser und Isogetränken. Der Clou ist, die Getränke werden in zugeschweißten Beuteln gereicht die man mit den Zähnen aufreisen muß. Ist am Anfang etwas ungewöhnlich aber schon beim zweiten Beutel hat man den dreh raus und das System ist wirklich genial. Wahrscheinlich in Deutschland wegen diverser Hygienevorschriften nicht umsetzbar ;-)) Zur Vorbereitung kann man im Training schon mal üben Gummibärchentüten mit
den Zähnen auf zu reisen ;-))
Die Strecke ist leider relativ unattraktiv und eher langweilig, für ihren Marathon sperren die Jamaikaner in Deutschland wohl unvorstellbar
einfach mal von 4:00 Uhr - 12:00 Uhr ihre Hauptverkehrsstraße der Insel. Nicht genug, führt der Kurs direkt an den Touristenhotels vorbei, so
dass sich die schlafenden Touris früh um 5:00 Uhr auf Reggaewecken freuen können ;-) Aufgrund des frühen Startes stehen auch wenig bis
keine Zuschauer auf der Straße. Irgendwann sieht man Hotelangestellte vor den Hotels und zu ihrer Arbeit laufen weil mit dem Auto zur Arbeit ist heute nicht. Die Strecke ist ein Wendekurs und so feuern sich die Läufer einfach gegenseitig selbst an.
Im Ziel erwartet den tapferen Finisher eine grandiose Zielverpflegung mit verschiedenen Getränken, Obst und Kokosnüssen. Der absolute Wahnsinn nach dem Zieleinlauf ist allerdings der Run direkt ins Meer.
Eine wirklich tolle, super organisierte Veranstaltung bei der man einfach jedem den Spaß und die Freude ansieht.

Mehr Infos unter: http://www.reggaemarathon.com/

Amsterdam-Marathon, 24.10.13

Ein Bericht von Ute Covell

Bilderserien
Der Lauf Impressionen

Beim Amsterdam-Marathon kann man aus drei Distanzen wählen. Es steht der Marathon, Halbmarathon und ein 8km Lauf zur Auswahl. Das ganze Event findet rund um das Olympiastadion von Amsterdam statt. Der Start-Ziel-Bereich für den Marathon ist das Stadion von 1928 und die Amsterdamer wissen,wie sie dem Marathoni am Start das Adrenalin in die Adern pumpen, die Spannung über 42km aufrecht halten um ihm beim Zieleinlauf dann völlig den Verstand weg zu pusten ;-)

Eine wahnsinns Atmosphäre und eine attraktive Strecke auf der es viel zu sehen gibt. Nach dem Start geht es durch den Vondelpark an den Rand der Innenstadt entlang und dann nach wenigen Kilometern durch`s Rijksmuseum wieder in einen kleinen Park. Nach etwa 10 km geht
es dann raus aus Amsterdam ca 15km an der Amstel entlang. Auf der Amstel heizen Partybootemit Musik die Läufer an und treiben sie über die Strecke. Die Amsterdamer sorgen über 42 km für gute Stimmung und die Kilometer fliegen nur so dahin.Die Strecke ist flach und sehr schnell, allerdings stellenweise auch sehr windig. Die Versorgungsstände sind nicht ganz so häufig wie man es normalerweise gewohnt ist, sie befinden sich bei km5,10,15,20,26,30,32,35,38 und 41.  Die Zielverpflegung befindet sich direkt beim verlassen des Geländes, so das eine gemütliche
Zielverpflegung nicht möglich ist.
Die Hektische und für dieses Event etwas übersichtliche Zielverpflegung ist einer der wenigen Kritikpunkte. Das man für die Pastaparty und den
Frühstückslauf extra zahlen muß ist auch eher unüblich fürso einen großen Marathon. Immerhin waren bei allen drei Läufen 42.000 Teilnehmer gemeldet. Für die Marathonteilnehmer gibt es ein Mizuno Funktionsshirt gratis. Das Stadion ist in knapp 25 Minuten vom Amsterdam
Central (Hauptbahnhof) sehr gut und völlig problemlos zu erreichen. Die S-Bahnen fahren im Abstand von wenigen Minuten und bringen so alle
Teilnehmer sehr flott an den Start.
Nach ein paar Tagen Amsterdam und dem Marathon kann man sich sehr gut am Ijsselmeer erholen. Die kleinen Fischerdörfchen (20 km entfernt von Amsterdam) am Meer sind vom Hauptbahnhof im viertel Stunden Takt mit dem
Bus sehr gut zu erreichen.